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Prof. Dr.

Stefan Raunser

Wahljahr: 2019
Sektion: Biochemie und Biophysik
Stadt: Dortmund
Land: Deutschland

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Strukturbiologie, Kryo-Elektronenmikroskopie, Muskelkontraktion, bakterielle Toxine, Hardware- und Softwareentwicklung

Stefan Raunser ist Strukturbiologe. Seine Forschung konzentriert sich auf das Verständnis der molekularen Mechanismen, die den zellulären Prozessen im gesunden und kranken Organismus zugrunde liegen. Mit seiner Forschungsgruppe verfolgt er einen multidisziplinären Ansatz, um die Struktur makromolekularer Komplexe zu untersuchen, die in der Zellphysiologie eine entscheidende Rolle spielen. Dabei verwendet er unter anderem hochauflösende Kryoelektronenmikroskopie (Kryo-EM), Röntgenkristallographie und biochemische Rekonstitution. Seine Schwerpunkte liegen auf der Membranhomöostase und der toxinvermittelten Membranpermeation. Darüber hinaus ist es das Ziel seiner Gruppe, die molekularen Details der Muskelkontraktion und die Dynamik des eukaryotischen Zytoskeletts zu verstehen. Ein detailliertes Verständnis dieser Prozesse ist von großer Bedeutung, da sie letztendlich der Entwicklung von Pharmazeutika zur Krankheitsbekämpfung dienen.

Werdegang

  • seit 2015 Honorarprofessor an der Universtität Duisburg-Essen
  • seit 2015 apl. Professor an der TU Dortmund
  • seit 2014 Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Phyiologie, Dortmund
  • 2014 Professor für Membranbiochemie an der Freien Universität Berlin
  • 2008-2013 Emmy-Noether-Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Phyiologie, Dortmund
  • 2005-2008 Postdoc an der Harvard Medical School, Boston, USA
  • 2001-2004 Promotion in Biochemie am Max-Planck-Institut für Biophysik, Universität Frankfurt/Main
  • 1995-2000 Studium der Chemie und Biologie an der Universität Mainz und Nottingham Trent University, UK

Funktionen

  • seit 2019 Mitglied des Vorstands der Fachgruppe Biochemie der Gesellschaft deutscher Chemiker
  • 2017-2018 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Phyiologie, Dortmund
  • 2016-2019 Mitglied des Direktoriums von iNEXT (EU geförderte Infrastruktur für NMR, EM und Röntgenkristallographie)
  • seit 2015 Sprecher der Studiengruppe Strukturbiologie der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (zusammen mit S. Hiller und O. Einsle)
  • seit 2015 Mitglied der Perspektivenkommission der biologisch-medizinischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft

Projekte

  • 2017-2019 DFG-Projekt „Structure of the Peroxisomal Protein Import Pore: High-resolution Electron Microscopy“, Teilprojekt in der Forschergruppe 1905 „Struktur und Funktion des peroxisomalen Translokons“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2019 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2018 Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • 2017 Albert Szent-Gyorgyi Lecture Eötvös Loránd, Universität Budapest
  • 2016 Randall Lecture, King’s College London University
  • seit 2014 Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
  • 2014 Consolidator Grant, European Research Council (ERC)
  • 2013 Einsteinprofessur der Einstein-Stiftung
  • 2011-2014 Mitglied des Jungen Kollegs der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste
  • 2009-2011 Mitglied der Global Young Faculty, Sprecher der Health group
  • seit 2004 Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes

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