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Prof. Dr.

Stefan Raunser

Wahljahr: 2019
Sektion: Biochemie und Biophysik
Stadt: Dortmund
Land: Deutschland
CV Stefan Raunser - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Strukturbiologie, Kryo-Elektronenmikroskopie, Muskelkontraktion, bakterielle Toxine, Hardware- und Softwareentwicklung

Stefan Raunser ist Biochemiker. Er forscht auf dem Gebiet der Strukturbiologie und analysiert die Struktur und Funktion von Proteinen. Seine Forschung konzentriert sich auf das molekulare Verständnis grundlegender zellulärer Prozesse (Membranhomöostase in eukaryotischen Zellen, die molekularen Details der Muskelkontraktion und den Wirkmechanismus von bakteriellen Toxinen).

Ziel ist es, den dreidimensionalen Aufbau und die Mechanismen der kleinsten Einheiten des Muskels aufzuklären. Ein detailliertes Verständnis dieser Prozesse ist von großer Bedeutung. Die Ergebnisse können helfen Muskelerkrankungen besser zu verstehen und innovative Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Stefan Raunser verwendet dabei unter anderem hochauflösende Kryoelektronenmikroskopie (Kryo-EM), Röntgenkristallographie und biochemische Rekonstitution.

Ein weiterer Fokus gilt der Untersuchung von bakteriellen Toxin-Komplexen, welche die Zellmembran durchdringen und das Zytoskelett angreifen. Das Team um Stefan Raunser will hierbei herausfinden, wie Bakterien mit Hilfe von Giftstoffen ihre Wirtsorganismen in Schach halten. Bislang konnte die Gruppe nachweisen, dass einer dieser Giftstoffe wie eine Spritze funktioniert und ein „Killerenzym“ in die Wirtszellen injiziert, um Zellen zu töten.

Mit seiner Forschungsgruppe verfolgt er einen multidisziplinären Ansatz, um die Struktur makromolekularer Komplexe zu untersuchen, die in der Zellphysiologie eine entscheidende Rolle spielen. So erforscht er auch Membranproteine, die maßgeblich an der Cholesterin-Homöostase und der Cholesterin-Synthese beteiligt sind.

Werdegang

  • seit 2015 Honorarprofessor an der Universität Duisburg-Essen
  • seit 2015 Außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität Dortmund
  • seit 2014 Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund
  • 2014 Professor für Membranbiochemie an der Freien Universität Berlin
  • 2008-2013 Emmy-Noether-Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund
  • 2005-2008 Postdoc an der Harvard Medical School, Boston, USA
  • 2001-2004 Promotion in Biochemie am Max-Planck-Institut für Biophysik, Universität Frankfurt (Main)
  • 1995-2000 Studium der Chemie und Biologie an der Universität Mainz und Nottingham Trent University, Vereinigtes Königreich

Funktionen

  • seit 2019 Mitglied des Vorstands der Fachgruppe Biochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker
  • 2017-2018 Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie, Dortmund
  • 2016-2019 Mitglied des Direktoriums von iNEXT (EU geförderte Infrastruktur für NMR, EM und Röntgenkristallographie)
  • seit 2015 Sprecher der Studiengruppe Strukturbiologie der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (zusammen mit S. Hiller und O. Einsle)
  • seit 2015 Mitglied der Perspektivenkommission der biologisch-medizinischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft

Projekte

  • 2017-2019 DFG-Projekt „Structure of the Peroxisomal Protein Import Pore: High-resolution Electron Microscopy“, Teilprojekt in der Forschergruppe 1905 „Struktur und Funktion des peroxisomalen Translokons“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2019 Synergy Grant, European Research Council (ERC)
  • seit 2019 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2018 Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • 2017 Albert Szent-Gyorgyi Lecture Eötvös Loránd, Universität Budapest, Ungarn
  • 2016 Randall Lecture, King’s College London University, UK
  • seit 2014 Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
  • 2014 Consolidator Grant, European Research Council (ERC)
  • 2013 Einsteinprofessur der Einstein-Stiftung
  • 2011-2014 Mitglied des Jungen Kollegs der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste
  • 2009-2011 Mitglied der Global Young Faculty, Sprecher der Health group
  • seit 2004 Alumni der Studienstiftung des deutschen Volkes

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