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Prof. Dr.

Walter Neupert

Wahljahr: 1993
Sektion: Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie
Stadt: Martinsried
Land: Deutschland
CV Walter Neupert – Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Mitochondrien, Proteintransport in Mitochondrien, TOB-Komplex, TIM-Komplex, Charakterisierung von Proteinen

Der Biochemiker und Zellbiologe Walter Neupert erforschte die Struktur und Biogenese von Mitochondrien. Bei Mitochondrien handelt es sich um Zellorganellen, die für die Energieumwandlung und andere lebenswichtige Prozesse zuständig sind. Sie werden häufig als Kraftwerke der Zellen beschrieben. Im Zentrum von Neuperts Forschungsarbeiten stand die Frage nach dem Proteintransport in Mitochondrien, ein Vorgang, den er als einer der ersten Wissenschaftler überhaupt untersucht hat.

Ein besonderes Verdienst des Wissenschaftlers war es, die Biochemie ‒ zunächst eine von Grundlagenforschung geprägte Disziplin ‒ gegenüber der Medizin zu öffnen. So spielen Störungen der Mitochondrien eine wichtige Rolle bei Herzerkrankungen, Stoffwechselkrankheiten und Krebs.

Neupert lieferte gemeinsam mit seiner Forschungsgruppe grundlegende Erkenntnisse zu Proteinimport, Proteinfaltung und Struktur der Mitochondrien. Gemeinsam mit seinem Team hat er eine Reihe von Proteinen und Komplexen der Mitochondrien-Membranen charakterisiert. Wegweisend waren seine Arbeiten zu den Komplexen der inneren und äußeren Mitochondrien-Membranen, die für den Transport von Proteinen sorgen. Neupert entschlüsselte in seiner Forschung Mechanismen, deren grundlegende zellbiologische Bedeutung weit über das Forschungsgebiet der Mitochondrien hinausgeht und die in die Lehrbücher eingegangen sind. Als Lehrer und Mentor hat er zahlreiche hervorragende Wissenschaftler ausgebildet und gefördert.

Werdegang

  • 2008-2019 Max Planck Fellow, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried/München
  • 1983-2010 Professor und Lehrstuhlinhaber, Adolf-Butenandt-Institut für Biochemie, Molekularbiologie und Zellbiologie, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1979-1983 Professor, Institut für Biochemie, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1977-1979 Associate Professor, Institut für Biochemie, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1972-1977 Privatdozent, Institut für Biochemie, LMU München
  • 1972 Habilitation an der LMU in München
  • 1969-1972 Assistenz-Professor, Institut für Biochemie, LMU München
  • 1968 Promotion in Biochemie an der LMU München
  • Studium der Biochemie und Medizin an der LMU in München

Funktionen

  • 2009-2019 Vorsitzender der Carl Friedrich von Siemens Stiftung
  • 2006-2008 Präsident der Feldberg-Foundation, London
  • 2006-2019 Editor of Journal of Biochemistry, Japan
  • 2005-2019 Mitglied des Evaluations-Komitees der German-Israeli-Project Cooperation (DIP)
  • 2005 Vorsitzender des Evaluations-Komitees der European Molecular Biology Organization (EMBO) zur Spanischen Life Science Strategy
  • 2004-2019 Mitglied im Editorial Board von BMC Cell Biology
  • 2003-2019 Mitglied Assessment Committee Academy Professorship Programme der Königlich-Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften
  • 2003-2019 Mitglied der Arbeitsgruppe FEBS, European Research Area (ERA)
  • 2003-2019 Mitglied Advisory Board, Biochemiezentrum (BZH), Universität Heidelberg
  • 2003-2008 Mitglied Auswahl-Komitee für das Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2003-2019 Mitglied COE Council (Center of Excellence of the Japanese Government), Japan
  • 2002-2019 Mitglied Advisory Board des Center for Membrane Proteomics (CMP), Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt
  • 2002-2019 Mitglied Advisory Board des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
  • 2002-2019 Mitglied Advisory Board des Instituts für Genetik der Universität zu Köln
  • 2002-2019 Mitglied Advisory Board des Instituts für Molekularbiologie und Biotechnologie, Universität Poznan, Polen
  • 2002-2007 Dekan für Forschung der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2001-2009 Mitglied Advisory Board des Fonds der Chemischen Industrie Frankfurt
  • 2001-2005 Mitglied im Highlight Advisory Panel von Nature Reviews Molecular Cell Biology
  • 2001-2019 Mitglied im Advisory Board des EMBO Journal
  • seit 1999 Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
  • 1999-2000 Chefredakteur des EMBO Reports
  • 1998-2000 Mitglied im Editorial Board des Journal of Biological Chemistry
  • 1997-2000 Vorsitzender Auswahl-Komitee der International Union of Biochemistry and Molecular Biology (IUBMB)
  • 1997-2000 Vorsitzender des European Molecular Biology Council
  • 1997-1999 Vize-Präsident Deutsche Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM)
  • 1996-2002 Mitglied im Senat und Rat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1996-1998 Mitglied des EMBO Council
  • 1995-1997 Präsident Deutsche Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM)
  • 1995-2004 Mitglied im Editorial Board des European Journal of Cell Biology
  • 1995-2002 Mitglied im Editorial Board von Cell Stress and Chaperones
  • 1990-1993 Mitglied im Editorial Board von Protein Science
  • 1989-1995 Monitoring Editor The Journal of Cell Biology
  • 1989-1992 Mitglied im Editorial Board von Seminars in Cell Biology
  • 1988-1991 Managing Editor des European Journal of Biochemistry
  • 1988-1990 Mitglied im Editorial Board of Cell
  • 1987-1993 Mitglied im Editorial Board Biological Chemistry
  • 1986-1989 Mitglied im Editorial Board des EMBO Journal

Projekte

  • 2001-2012 DFG-Projekt „Proteintranslokasen in der Sortierung von Proteinen in die mitochondriale Innenmembran“, Teilprojekt zu SFB 594 „Molekulare Maschinen in Proteinfaltung und Proteintransport“
  • 2004-2012 DFG-Projekt „Struktur des mitochondrialen TOM-Komplexes“, Teilprojekt zu SFB 594 „Molekulare Maschinen in Proteinfaltung und Proteintransport“
  • 2008-2012 DFG-Projekt „Proteinsuperkomplexe und Proteinnetzwerke mit Funktion in der Biogenese der Mitochondrien“
  • 2018-2019 DFG-Projekt „Molekulare Mechanismen des mitoRQC Pathways in der Aufrechterhaltung der mitochondrialen Homöostase“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2019 Cothenius-Medaille der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2015 Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold
  • 2010 Otto-Warburg-Lecture, Universität Bayreuth
  • 2008 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
  • 2007 Fawcett Lecture, Harvard University, USA
  • seit 2005 Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2003 Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis
  • 2003 Bayerischer Verdienstorden
  • seit 2003 Gewähltes Mitglied der American Society for Microbiology
  • 2000 Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
  • 2000 E.B. Wilson Award der Amerikanischen Gesellschaft für Zellbiologie
  • 2000 Otto Warburg-Medaille, Deutsche Gesellschaft für Biochemie und Molekular Biologie
  • 1999 Schleiden-Medaille der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 1999 ausländisches Mitglied der Königlich-Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften
  • 1998 Gairdner-Foundation Prize
  • 1997 E.C. Slater Lecturer
  • 1996 Feldberg-Foundation Prize
  • seit 1996 Korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • seit 1993 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1993 Heinrich-Wieland-Preis
  • 1992 Bernard Axelrod Lecturership in Biochemistry
  • 1991 Ferdinand-Springer Lecturer FEBS
  • Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • Mitglied der Academia Europaea
  • Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

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