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Arbeitsgruppen

Gestaltung eines zeitgemäßen Embryonenschutzes in Deutschland

Gezielte genetische Veränderungen an menschlichen Embryonen zu Forschungs- und Fortpflanzungszwecken sind in Deutschland durch das inzwischen fast 30 Jahre alte Embryonenschutzgesetz (ESchG) bei Strafe verboten. Der Gesetzgeber wollte mit diesem im Strafrecht verankerten Gesetz die Grenzen für die Beeinflussung menschlichen Lebens durch Techniken der assistierten Befruchtung und Gentechnologie festlegen.

Der wissenschaftliche Fortschritt, die Erfahrungen der Reproduktionsmedizin in den letzten drei Jahrzehnten und gesetzliche Inkonsistenzen, z. B. im Vergleich mit den Regelungen zur Empfängnisverhütung, zum Schwangerschaftsabbruch und zur Präimplantationsdiagnostik, machen es notwendig, den im ESchG festgelegten Rechtsbegriff und den Schutz von Embryonen an den aktuellen Erkenntnisstand, die gelebte fortpflanzungsmedizinische Praxis und sich global abzeichnende Entwicklungen, wie beispielsweise die Gentherapie an menschlichen Embryonen, anzupassen.

Die Arbeitsgruppe erarbeitet Vorschläge dafür, wie ein wissenschaftlich fundierter, rechtspolitisch und ethisch akzeptabler Weg aussehen könnte, der dem Pluralismus in Fragen von Menschenwürde und Lebensschutz von Embryonen und imprägnierten Eizellen im Vorkernstadium sowie dem Schutz von Forschungsfreiheit und den Interessen zukünftiger Patienten Rechnung trägt.

Beteiligte Institutionen

  • Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (federführend)
  • Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Sprecher der AG

  • Prof. Dr. Bärbel Friedrich ML, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Prof. Dr. Jochen Taupitz ML, Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim

Mitglieder der AG

  • Prof. Dr. Claus Bartram ML
    Institut für Humangenetik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Horst Dreier ML
    Lehrstuhl für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Boris Fehse
    Zentrum für Onkologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
  • Prof. Dr. Heribert Kentenich
    Fertility Center Berlin
  • Prof. Dr. Robert Kumsta
    Research Department of Neuroscience, Abteilung Genetische Psychologie, Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. Dr. Christof Niehrs ML
    Institut für Molekulare Biologie, Mainz und Abteilung Molekulare Embryologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Markus M. Nöthen ML
    Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Bonn
  • Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert ML
    Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster
  • Prof. Dr. Klaus Tanner ML
    Theologisches Seminar, Professur für Systematische Theologie und Ethik, Universität Heidelberg
  • Dr. Petra Thorn
    Praxis für Paar- und Familientherapie/Psychosoziale Kinderwunschberatung, Mörfelden
  • Prof. Dr. Jörg Vogel ML
    Institut für Molekulare Infektionsbiologie (IMIB), Universität Würzburg und Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung, Würzburg
  • Prof. Dr. Claudia Wiesemann
    Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen
  • Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker ML
    Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München

ML = Mitglied der Leopoldina

KONTAKT

Leopoldina

Dr. Johannes Fritsch

Leiter der Geschäftsstelle des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung

Tel. 0160 9121 2676
Fax 030 - 203 8997 - 409
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