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Nachricht | Montag, 16. September 2019

Was bewirken musikalische Rhythmen im Gehirn?

Was bewirken musikalische Rhythmen im Gehirn?

Illustration: Adobe Stock / sidlicks

Menschen bewegen sich oft unwillkürlich im Rhythmus, wenn sie Musik hören. Was dabei in unserem Gehirn vorgeht, damit beschäftigt sich Jessica Grahn, Außerordentliche Professorin am Fachbereich Psychologie der University of Western Ontario (Kanada). Die Neurowissenschaftlerin beleuchtet im Abendvortrag der Leopoldina-Jahresversammlung am Freitag, 20. September in Halle (Saale) das Thema „Rhythmus, Timing und Bewegung: Wie das Gehirn auf musikalischen Rhythmus reagiert“.

Das Bewegen zur Musik ist eine instinktive, oft unbewusste Aktivität, die Menschen aller Kulturen kennen. Jessica Grahn wird in ihrem Vortrag aus neurowissenschaftlicher Perspektive erklären, warum sich Menschen zur Musik bewegen und wie die Bewegungszentren des Gehirns als Reaktion auf Musik und Rhythmus aktiviert sind, selbst wenn wir keinen Muskel bewegen. Dabei geht sie unter anderem folgenden Fragen nach: Was geschieht beim Musikhören im Gehirn von Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich im Takt zu bewegen? Und können die Erkenntnisse über die Reaktion des Gehirns auf musikalische Rhythmen für neue Therapieansätze bei neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Parkinson genutzt werden?

Die Neurowissenschaftlerin Jessica Grahn hat an der Northwestern University Chicago (USA) Neurowissenschaften und Musik studiert. Ihren PhD erlangte sie 2005 am Wolfson College der University of Cambridge (UK) mit einer Arbeit zum Thema Rhythmusverarbeitung im Gehirn. 2011 wurde sie als Assistenzprofessorin im Fachbereich Psychologie an die University of Western Ontario (Kanada) berufen. Seit 2015 ist sie dort Außerordentliche Professorin. Ihre Forschung wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt Grahn den Charles Darwin Award der British Science Association, den New Investigator Award des Canadian Institute of Health Research und den Understanding Human Cognition Scholar Award der James S. McDonnell Foundation.

Der Vortrag im Rahmen der Leopoldina-Jahresversammlung findet in englischer Sprache statt und wird simultan übersetzt.

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