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Nachricht | Mittwoch, 22. Mai 2019

Geschichte der Physik in Kopenhagen

Vortrag im Wissenschaftshistorischen Seminar von Dr. Christian Joas (Kopenhagen)

Geschichte der Physik in Kopenhagen

Foto: Kopenhagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Detroit Photographic Co. / Wikimedia Commons)

„Kopenhagen“ – wenige Ortsbezeichnungen rufen bei Physikinteressierten stärkere Assoziationen hervor. Niels Bohr gründete hier 1921 das Institut für Theoretische Physik, das Forscher aus der ganzen Welt versammelte. Nach dem Krieg begründete Bohrs Sohn Aage Bohr in der dänischen Stadt seine „Kopenhagener Schule“. Doch inwieweit waren die Forschungsbedingungen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar? In seinem Vortrag am Dienstag, 4. Juni 2019, in Halle (Saale) wird Dr. Christian Joas die Stadt Kopenhagen als Zentrum der Physik vorstellen.

Das Institut für Theoretische Physik war ein zentraler Ort für die Entstehung der Quantenmechanik. Forscher aus aller Welt, unter anderem die Leopoldina-Mitglieder James Franck, Werner HeisenbergPaul Dirac und Lev Landau, besuchten Bohrs Institut oder forschten an ihm. Weniger bekannt ist, dass Kopenhagen auch in der Nachkriegszeit eine herausgehobene Stellung einnahm. Aage Bohr begründete in den 1950er Jahren seine eigene „Kopenhagener Schule.“ Auf dem Feld der Kernstrukturphysik wurde die Stadt zum Sammelpunkt von Forschern aus Europa, Nordamerika und der Sowjetunion. Profitierte Aage Bohr dabei lediglich vom etablierten Prestige der von seinem Vater begründeten Institution oder schuf er einen eigenen Kontext kreativer physikalischer Forschung?

Dr. Christian Joas führt in seinem Vortrag ein in die Geschichte der Physik in Kopenhagen. Er untersucht vergleichend und aus globalhistorischer Perspektive die Forschungsbedingungen in Kopenhagen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders geht er auf die jeweilige Mittlerrolle der Stadt ein und beleuchtet schließlich die Kopenhagener Kernstrukturphysik der Nachkriegszeit als wichtigen Teil eines neuen Forschungsparadigmas.

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