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Nachricht | Mittwoch, 6. März 2019

Schutz der Ozeane: Empfehlungen für den G20-Gipfel

Schutz der Ozeane: Empfehlungen für den G20-Gipfel

© Official Website of the Prime Minister of Japan and His Cabinet

Vertreter und Vertreterinnen der Wissenschaftsakademien der G20-Staaten haben in Tokio (Japan) Empfehlungen zur späteren Beratung beim diesjährigen G20-Gipfel an den japanischen Premierminister Shinzō Abe übergeben. Das Papier mit Empfehlungen zur Verbesserung des Meeresschutzes wurde gemeinsam von den Wissenschaftsakademien der G20-Staaten unter Federführung des japanischen Wissenschaftsrates erarbeitet. Das G20-Gipfeltreffen findet am 28. und 29. Juni in Osaka (Japan) statt.

„Meere und Ozeane regulieren das Klima auf der Erde, sie sind vielfältige und faszinierende Ökosysteme und Lebensgrundlage für den Menschen. Gegen ihre Bedrohung durch erhöhten CO₂-Ausstoß, Überdüngung, Gifte, Plastikmüll und Überfischung müssen sehr schnell wirksame Maßnahmen ergriffen werden“, sagt der Klimaforscher und Mitglied der Leopoldina Prof. Dr. Gerald Haug, Direktor der Abteilung Klimageochemie und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Gemeinsam mit der Meeresforscherin und Mikrobiologin Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, und seit 2009 Mitglied der Leopoldina, war er seitens der Leopoldina an der Erarbeitung der Empfehlungen beteiligt.

Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) Ende Juni in Osaka ist das dritte, in das sich die Wissenschaft in dem eigens dafür geschaffenen Dialogforum „Science20“ einbringt. Premiere hatte die wissenschaftliche Beratung der G20-Gipfel im Jahr 2017 im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft. Unter Federführung der Leopoldina hatten die nationalen Wissenschaftsakademien der G20-Staaten damals Empfehlungen zu einer verbesserten globalen Gesundheitsversorgung erarbeitet. Auch die G7-Gipfeltreffen werden seit mehr als zehn Jahren von den Wissenschaftsakademien begleitet.

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