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Pressemitteilung | Dienstag, 8. Juni 2021

Nationaler MINT Gipfel 2021: MINT-Aktionsplan muss fortgesetzt werden

Pressemitteilung des Nationalen MINT Forums

MINT-Bildung bietet das Potential, in erheblichem Maße zur Lösung zukünftiger Herausforderungen, wie der Gestaltung der Klimawende, der Überwindung der Corona-Pandemie und der Digitalisierung des Bildungssystems beizutragen. Doch dazu muss sie in der nächsten Legislaturperiode ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Wie dies konkret aussehen kann, diskutiert das Nationale MINT Forum (NMF) heute auf dem 9. MINT Gipfel mit Politikern, Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der MINT-Community.

„Wenn wir jetzt die MINT-Bildung nicht nachhaltig und mit deutlich höherer Priorität als bisher stärken, werden wir die großen Herausforderungen wie das digitale Lernen und Lehren, die Gestaltung der Klimawende und das Voranbringen technischer Innovationen nicht in den Griff bekommen,“ sagte NMF-Co Sprecherin Edith Wolf auf dem MINT Gipfel. „Wir haben uns die Programme der Parteien im Vorfeld angesehen und stellen fest: Hier fehlt es an eindeutigen Strategien und Ideen, wo die klugen Köpfe, die Deutschland als Innovationsstandort so dringend braucht, zukünftig herkommen sollen. In einem Koalitionsvertrag muss sich die nächste Bundesregierung hier deutlicher positionieren. Die Politik muss beispielsweise klarstellen, wie eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen in der Bildungspolitik aussieht, wie sie den eklatanten MINT-Lehrkräftemangel beheben und nicht zuletzt, wie sie mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe herstellen wird“, stellte Wolf fest.

„Wir glauben, dass der MINT-Aktionsplan des BMBF eine Fortsetzung finden muss,“ sagte Dr. Ekkehard Winter, Co-Sprecher des NMF. „Dies ist schon allein deshalb zwingend notwendig, weil sonst das Aktionsprogramm Aufholen nach Corona der Bundesregierung, mit dem zum Beispiel Schülerlabore und Schülerforschungszentren bis 2022 gefördert werden, wie ein Strohfeuer verpuffen würde. Hier wird viel Geld eingesetzt – es muss aber in eine substanzielle Förderung münden, um nachhaltig zu wirken. Das NMF hat dafür in seinem eigenen MINT Aktionsprogramm 2.0 Eckpunkte beschrieben, an denen sich die Politik orientieren sollte. Nicht zuletzt braucht es spätestens in der nächsten Legislaturperiode einen ressortübergreifenden Dialog zwischen den Bundesministerien. Der Fachkräftemangel ist nicht allein ein Problem der Bildungspolitik! Hier stehen wir als NMF gern bereit, um ein solches Forum dauerhaft einzurichten und zu gestalten.“

Mit dem MINT Aktionsprogramm 2.0 bietet das NMF einen umfangreichen Katalog an Impulsen für die Politik. Der Nationale MINT Gipfel dient als Plattform für den Dialog zwischen den MINT-Akteuren im NMF und den Mandatsträgern in den Parlamenten sowie den Entscheidungsträgern in Ministerien.

Über das Nationale MINT Forum
Im Nationalen MINT Forum engagieren sich über 30 große, überregional tätige Wissenschaftseinrichtungen, Stiftungen und Verbände gemeinsam für eine bessere Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entlang der gesamten Bildungskette: von der frühkindlichen über die schulische, die berufliche und akademische Bildung bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen. Als die nationale Stimme der MINT-Akteure kondensiert das Forum die Erfahrungen und Kompetenzen der MINT-Zivil-gesellschaft, stößt mit seinen Empfehlungen und Forderungen öffentliche Debatten an und tritt mit anderen Stakeholdern, allen voran der Politik, in einen konstruktiven Dialog.

Medienkontakt:
Dr. Angela Lindner
E-Mail: angela.lindner@nationalesmintforum.de
Mobil: +49-160 7075 267

KONTAKT

Leopoldina

Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Fax 0345 472 39 - 809
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