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Pressemitteilung | Donnerstag, 31. August 2000

Presseinformation 8/2000

Prothesen und Implantate - Fluch oder Segen für älter werdende Menschen

Informationen dazu beim Leopoldina-Symposium "Implantat-Materialien – Infektionsrisiken, Verträglichkeiten, Fortschritte durch neue Materialien"

Termin: 22. und 23. September 2000

Ort: Zentrum Anatomie, Universität zu Köln

Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50931 Köln

 

Die Fortschritte der modernen Medizin lassen die Menschen immer älter werden. Damit steigt aber auch der Bedarf, das im Alter schwächer werdende Gewebe, wie abgenutzte Knie- oder Hüftgelenke, durch Prothesen zu unterstützen. Operationen an sich, aber auch die eingepflanzten künstlichen Materialien, können Infektionen hervorrufen und zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen. Auch Gefäßkatheter, die bei vielen Intensivpatienten gelegt werden, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, verursachen immer wieder Infektionen.

 

Ziel des Symposiums:

Um die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der implantierbaren Biomaterialien und die Fortschritte in der Behandlung von Infektionen zu verdeutlichen, die im Laufe der vergangenen Jahre stattfanden, veranstaltet die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina am 22. und 23. September 2000 in Köln ein eineinhalb-tägiges, international besetztes Symposium unter dem Titel "Implant Materials – Infection, Tissue Integration, Advances in New Materials".

Auf Initiative der beiden Akademiemitglieder Prof. Dr. Dr. Werner Köhler (Jena) und Prof. Dr. Gerhard Pulverer (Köln) und mit Unterstützung von Prof. Dr. Josef Beuth (Köln), Priv. Doz. Dr. Dietmar Pierre König (Köln) und Priv. Doz. Dr. Dr. Jörg Michael Schierholz (Bonn) erläutern zwanzig Referenten aus der Bundesrepublik und dem europäischen Ausland die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Implantat-Materialien. Die Beiträge zeigen, dass verschiedene Disziplinen – Materialwissenschaftler, Mikrobiologen, Intensivmediziner, Gewebehersteller und Molekularbiologen – transdisziplinär zusammenarbeiten müssen, damit moderne Materialien entstehen können, mit denen Infektionsrisiken auf ein Minimum reduziert werden.

 

Publikation der Inhalte:

Die Beiträge dieses Symposiums werden in der Buchreihe "Nova Acta Leopoldina" publiziert. Zur Information über die derzeit erhältlichen Bände über frühere Meetings und Symposien wird auf die Homepage (http://www.leopoldina.uni-halle.de) verwiesen.

 

Zur Akademie Leopoldina:

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Sie trägt durch die Jahresversammlungen, fachspezifische Meetings und Symposien, monatliche Vortragssitzungen und die vielfältigen persönlichen Kontakte der Mitglieder "zum Wohle des Menschen und der Natur" bei. Ihr gehören derzeit 958 Mitglieder in aller Welt an. Zwei Drittel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Drittel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben.

Die Leopoldina wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geleitet. Präsident der Leopoldina ist seit 1990 der Biologe Prof. Dr. Benno Parthier (Halle/Saale). Vizepräsidenten sind derzeit der Psychologe Prof. Dr. Paul Baltes (Berlin), der Chemiker Prof. Dr. Gunter Fischer (Halle/Saale), der Virologe Prof. Dr. Volker ter Meulen (Würzburg) und der Chemiker Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (München). Letzterer ist zugleich Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn. Die laufenden Geschäfte der Leopoldina führt eine Generalsekretärin, die Neurobiologin Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug.

 

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug

Generalsekretärin der

Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

Tel.: 0345 – 4 72 39 11

Fax: 0345 – 4 72 39 19

email: schnitzer@leopoldina.uni-halle.de

 

Adressen der Organisatoren:

Prof. Dr. Josef Beuth

Universität zu Köln
Institut für wiss. Evaluation
naturheilkundlicher Verfahren
Robert-Koch-Str. 10

D-50931 Köln
Telefon: 0221 – 478 42 33

Telefax: 0221 – 478 62 64

 

 

PD Dr. Dietmar Pierre König

Universität zu Köln
Klinik und Poliklinik für Orthopädie
Joseph-Stelzmann-Str. 9

D-50931 Köln
Telefon: 0221 – 478 46 22

Telefax: 0221 – 478 37 18

Email:

dpkoenig@t-online.de

PD Dr.Dr. Jörg Michael Schierholz

Stiftung CAESAR
center of advanced european studies and research
Friedensplatz 16

D-53111 Bonn
Telefon: 0228 – 96 56 283

Telefax: 0228 – 96 56 111

Email: schierholz@caesar.de

KONTAKT

Leopoldina

Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0345 - 472 39 - 800
Fax 0345 - 472 39 - 809
E-Mail caroline.wichmann @leopoldina.org