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Nachricht | Dienstag, 10. Juni 2014

Weniger Menschen und längeres Leben

Europäischer Wissenschaftsakademien veröffentlichen Stellungnahme zu den Chancen des Demografischen Wandels

Weniger Menschen und längeres Leben

Niedrige Geburtenzahlen, die Alterung der Bevölkerung und die zunehmende Migration innerhalb der Europäischen Union stellen die Politik vor erhebliche Herausforderungen, so ein Fazit der heute veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme von acht europäischen nationalen Wissenschaftsakademien. Die Stellungnahme formuliert unter anderem die Empfehlung, die Vorteile niedriger Geburtenzahlen zu nutzen, um die Investitionen in die Entwicklung und Bildung jedes einzelnen Bürgers zu erhöhen. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand in Europa zu sichern.

Die Wissenschaftsakademien fordern ein politisches Konzept, das den gesamten Lebenslauf der Menschen einbezieht und die Herausforderungen berücksichtigt, die der demografische Wandel für die Gesundheits-, Bildungs-, Arbeits- und Wohnungspolitik mit sich bringt. Sie weisen in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass ein längeres Erwerbsleben neue, flexiblere Lebensläufe erforderlich macht. Es gelte, neue institutionelle Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Bürgern erlauben, häufiger zwischen Lernen/Bildung, Erwerbstätigkeit und Freizeit/Familienzeit zu wechseln.

Die Stellungnahme wirft zudem die Frage auf, ob das Lebensalter als Hauptindikator für ihre Belastbarkeit oder Leistungsfähigkeit noch Gültigkeit hat. Sie fordert die Entwicklung weiterer Indikatoren, die auch Veränderungen im Alterungsprozess verschiedener Generationen erfassen, insbesondere die Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit älterer Menschen von einem Geburtsjahrgang zum nächsten.

Unterzeichner der gemeinsamen Stellungnahme sind die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Finnische Akademie der Wissenschaften, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Polnische Akademie der Wissenschaften, die Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften, die Royal Society, die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften und die Akademien der Wissenschaften Schweiz.

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