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Nachricht │ Mittwoch, 17. Oktober 2012

Wissenschaftsakademien stellen Bericht zur Förderung der Integrität in der Forschung vor

Wissenschaftsakademien stellen Bericht zur Förderung der Integrität in der Forschung vor

Der InterAcademy Council (IAC) und das InterAcademy Panel (IAP), die globalen Zusammenschlüsse nationaler Wissenschaftsakademien, haben gemeinsam einen Bericht zum Thema Wissenschaft und Verantwortung vorgestellt, mit dem universelle wissenschaftliche Werte und ethisches Verhalten unter Wissenschaftlern gestärkt werden sollen. Der Bericht ist das erste Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von IAC und IAP zur Förderung der wissenschaftlichen Integrität. Mit dem Projekt reagieren die Organisationen auf verschiedene Trends, die zu Veränderungen in der Forschung führen. Dazu gehören die zunehmende Globalität und Interdisziplinarität wissenschaftlicher Forschung, ihre wachsende Bedeutung in politischen Debatten sowie die Tatsache, dass in vielen Ländern immer wieder schwerwiegende Fälle von verantwortungslosem Forschungsverhalten aufgedeckt werden.

Indira Nath, Ko-Vorsitzende des Expertengremiums, das den Bericht verfasst hat, und emeritierte Professorin am National Institute of Pathology in Neu-Delhi (Indien), erklärt: „Die Menschheit setzt ihr Vertrauen in die Fähigkeit der Wissenschaft, viele der gravierendsten Probleme der Welt zu lösen. Die Forscher müssen dieses Vertrauen bewahren, indem sie ethisch und verantwortungsvoll arbeiten. Alle Forscher haben eine Verpflichtung, den Werten und Prinzipien der Integrität in der Forschung gemäß zu handeln.“

Nach der Überzeugung des Gremiums ist verantwortungsvolles Verhalten entscheidend dafür, ob die Mechanismen der Selbstkorrektur in der Wissenschaft wirksam sind und der wissenschaftliche Fortschritt sich beschleunigen kann. Das Gremium betont außerdem, dass zwar Praktiken und Institutionen erforderlich sind, um verantwortungsloses Forschungsverhalten aufzudecken und zu ahnden, dass jedoch letztlich Betreuung und Aufklärung mit dem Ziel, dieses verantwortungslose Verhalten zu verhindern, noch wichtiger sind.

Ernst-Ludwig Winnacker, Ko-Vorsitzender des Gremiums und Generalsekretär des Human Frontier Science Program mit Sitz in Straßburg (Frankreich), sagt: „Länder definieren und behandeln verantwortungslose Forschungspraktiken sehr unterschiedlich, und auch die Art, wie Forschung durchgeführt wird, variiert je nach Disziplin, Land und Kultur in manchen Hinsichten stark. Doch globale Verhaltensstandards, in denen sich die universellen Werte des Forschens widerspiegeln, sind nicht nur möglich, sondern notwendig.“

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