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Pressemitteilung | Mittwoch, 4. September 2013

Leopoldina ehrt zwei herausragende junge Wissenschaftlerinnen

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung ihrer Jahresversammlung am Freitag, 20. September 2013, in Halle (Saale) vergibt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina den „Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte“ sowie den „Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler“. Geehrt werden Elisabeth Rinner, Berlin, und Aline K. Zimmer, Pasadena (USA) für ihre herausragenden Forschungsleistungen.

Den „Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler“ erhält Dr. Aline K. Zimmer (Jahrgang 1985). Zimmer hat am Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA) Luft- und Raumfahrttechnik studiert und sich im Anschluss im Rahmen ihrer Promotion an der Universität Stuttgart auf das Thema bemannte Raumfahrt und Missionsanalyse spezialisiert. Ihre Dissertation schloss sie „Mit Auszeichnung“ ab. Darin befasste sich Zimmer mit der „Missionsanalyse und dem konzeptionellen Entwurf von bemannten Raumfahrzeugen zur Exploration von erdnahen Asteroiden“.  Von solchen Missionen erhoffen sich Wissenschaftler Antwort auf fundamentale Fragen zum Ursprung und zur Entstehung unseres Sonnensystems. Seit Anfang dieses Jahres forscht die Luft- und Raumfahrtingenieurin am NASA Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (USA). Zimmer analysiert in ihren Untersuchungen Fragen zu Missionsdauern, zu Notfallszenarien, zur Flexibilität sowie zu Anforderungen an missionsübergreifende Infrastrukturen. Außerdem identifiziert sie erdnahe Asteroiden, die Ziele solcher Missionen sein könnten. Mit ihren Forschungsarbeiten, die sie auch in hochrangigen Fachzeitschriften publizieren konnte, findet die junge Wissenschaftlerin bereits heute internationale Anerkennung.

Der „Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte“ geht an Dr. Elisabeth Rinner (Jahrgang 1981) für ihre Dissertation „Zur Genese der Ortskoordinaten in der Geographie des Klaudios Ptolemaios“. Das „Handbuch der Geografie“ (Geographike Hyphegesis), eines der Hauptwerke des Ptolemaios, verzeichnet die Koordinaten von mehr als 6.000 Orten der damals bekannten Welt. Die Frage, welche Quellen er zugrunde legte, wie er diese auswertete und wie er die geografischen Koordinaten bestimmte, war lange offen. In einem Forscherteam gelang es Rinner, diese Fragen zu klären. Sie kam dabei zu Befunden, die bahnbrechende Neuerungen in der Wissenschaftshistorischen Forschung darstellen. Unter anderem konnte Rinner nachweisen, dass die überlieferten Koordinatenwerte tatsächlich erst auf Ptolemaios zurückgehen. Als Quellen nutzte Ptolemaios unter anderem Distanzinformationen zwischen Ortschaften sowie überlieferte Seedistanzen und Küstenformen.

Zu den Preisen: Der „Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler“ wird seit zehn Jahren vergeben. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird aus Mitteln der Karl-Lohmann-Schenkung an junge Forscher vergeben, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Preis würdigt ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, der Medizin oder der Wissenschaftsgeschichte.  Mit dem „Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte“, der den Namen des Wissenschaftshistorikers Georg Uschmann (1913-1986) trägt, zeichnet die Leopoldina eine wissenschaftshistorisch hervorragende Dissertation aus. Gestiftet wurde der Preis im Jahr 1996 von Ilse und Eugen Seibold (Freiburg im Breisgau). Der Preis ist ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert.

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