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Pressemitteilung | Dienstag, 30. Oktober 2018

Historischer Freimaurer-Raum im heutigen Hauptsitz der Leopoldina restauriert

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat heute in ihrem Hauptsitz in Halle (Saale) einen historischen Freimaurer-Raum des ehemaligen Logenhauses „Zu den drei Degen“ vorgestellt. Der Logen-Raum wurde in den vergangenen vier Jahren restauriert. Er gilt aufgrund seiner aufwändigen Wand- und Deckengestaltung aus dem Jahr 1906 als künstlerisch wertvoll und stellt in Deutschland eine Seltenheit dar. Im Rahmen von Führungen durch das Hauptgebäude der Leopoldina können interessierte Besucherinnen und Besucher ihn künftig besichtigen.

„Mit der Übernahme des Gebäudes auf dem Jägerberg im Jahr 2009 haben wir auch das kunsthistorische Erbe des Hauses angetreten. Deswegen sind wir froh, dass auch die Restaurierung des historischen Freimaurer-Raumes jetzt fertiggestellt werden konnte. Unser Dank gilt dem Leopoldina Akademie Freundeskreis für die finanzielle Unterstützung des Vorhabens, Herrn Dr. Gerhard Richwien für die Ausführung der Arbeiten und Frau Dr. Sabine Meinel und Herrn Torsten Arnold vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie für die fachliche Begleitung“, sagte die Generalsekretärin der Leopoldina, Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, heute bei der Vorstellung des Raumes.

Das Gebäude auf dem Jägerberg in Halle hat eine wechselvolle Baugeschichte. Die Ursprünge des ehemaligen Logenhauses gehen auf die 1820er Jahre zurück. Das Gebäude ist mehrfach erweitert und umgestaltet worden. 2009 erwarb die Leopoldina das Gebäude von der Weltkugelstiftung, der Rechtsnachfolgerin der Freimaurerloge „Zu den drei Degen“. Mit Mitteln des Konjunkturpakets II und unter Begleitung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt wurde es zum Hauptsitz der Akademie hergerichtet. Im Zuge der Arbeiten entdeckten Restauratoren im zweiten Obergeschoss einen ehemaligen Ritualraum der Freimaurerloge, dessen aufwändige und künstlerisch wertvollen Wand- und Deckenmalereien von weißer Farbe übermalt waren. Seine Restaurierung musste aus zeitlichen und finanziellen Gründen zunächst zurückgestellt werden.

2014 konnte die Restaurierung des Raumes beginnen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt entschied die Akademie, dass die Malereien freigelegt und konserviert werden. Auf eine vollständige Rekonstruktion, etwa an Stellen, an denen die Malereien beschädigt sind oder Fehlstellen aufweisen, wurde dagegen verzichtet. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der Saal zwar 30 Jahre lang Ritualraum war, in den folgenden Jahrzehnten aber anders genutzt wurde. Die Arbeiten führte der hallesche Restaurator Dr. Gerhard Richwien aus.

Das Vorhaben wurde vom Leopoldina Akademie Freundeskreis finanziert. Der Förderverein unterstützt die Arbeit der Akademie in vielfältiger Weise. So stiftete der Freundeskreis eine Gedenkstele für die in der Zeit des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern ermordeten Leopoldina-Mitglieder. Jährlich vergibt er zudem eine Förderung an junge Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler, das Bausch-Stipendium. Ein weiteres Fördervorhaben ist die Unterstützung des Schülerprogramms zur Leopoldina-Jahresversammlung, das begabten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an der Tagung ermöglicht.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Caroline Wichmann

Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. 0345 - 472 39 - 800
Fax 0345 - 472 39 - 809
E-Mail caroline.wichmann @leopoldina.org

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