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Stroke – Global challenges, local solutions (2021)

Bd. 2021.2

Current Advances, Challenges, and Opportunities in Stroke Research, Management, and Care

Julius Valentin Emmrich, Samuel Knauss und Matthias Endres ML

Herausgegeben von Dietmar Schmitz, Hilmar Bading

(2021, 17 Seiten, 7 Abbildungen, 3 Tabellen, ISSN: 2699-8955)

Der Schlaganfall ist die weltweit zweithäufigste Todesursache und eine der Hauptursachen für Behinderungen. Er führt zu einem erheblichen Verlust an Lebensjahren und zu enormen sozialen und wirtschaftlichen Kosten. Diagnose und Behandlung des Schlaganfalls sind damit ein bedeutendes Forschungsfeld. Zu den typischen Symptomen eines Schlaganfalls gehören eine plötzlich auftretende einseitige Schwäche und Taubheit in Gesicht und Arm sowie eine veränderte Sprachfunktion. Bei ischämischen Schlaganfällen wird die arterielle Blutversorgung des Gehirns durch eine Embolie oder Thrombose unterbrochen. Seltener werden Schlaganfälle durch Blutungen im Gehirn verursacht. Bildgebende Verfahren, vor allem Computertomografie (CT), können zuverlässig zwischen einem ischämischen Schlaganfall und einer Blutung unterscheiden. CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel können große Gefäßverschlüsse lokalisieren und Hirngewebe identifizieren, das durch eine wiederhergestellte Durchblutung noch gerettet werden kann. Die Behandlung eines akuten ischämischen Schlaganfalls konzentriert sich dann auf die schnelle Wiederdurchblutung (Reperfusion) des betroffenen Hirngewebes. Dazu werden Gefäßverschlüsse medikamentös aufgelöst oder interventionell mithilfe eine Katheters entfernt. Die weitere Behandlung auf einer spezialisierten Schlaganfallstation und eine Rehabilitation erhöhen die Überlebenschancen des Patienten und vermindern dauerhafte Beeinträchtigungen. Ein durch Blutungen verursachter Schlaganfall wird bei Bluthochdruckpatienten durch Senkung des Blutdrucks behandelt, um die Ausdehnung der Blutung zu verhindern. In manchen Fällen sind auch blutstillende Medikamente oder chirurgische Eingriffe sinnvoll. Wiederkehrende Schlaganfälle lassen sich am besten durch eine Änderung des Lebensstils gemeinsam mit der Kontrolle von Bluthochdruck, Blutfetten, Diabetes und Rauchen verhindern. Gezielte Interventionen richten sich nach den individuellen Ursachen des Schlaganfalls. Möglich sind blutverdünnende Medikamente, die Hemmung der Blutgerinnung bei Vorhofflimmern, die chirurgische Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Halsschlagader oder das Einsetzen von Stents sowie der interventionelle Verschluss einer Öffnung zwischen den Herzvorhöfen.

doi:10.34714/leopoldina_nal-live_0002_01000

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