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Anwendungsperspektiven

Anwendungsperspektiven

Bild: ssilver - fotolia.com

CRISPR/Cas9 ist scheinbar bei allen Organismen einsetzbar. Die Methode weckt Hoffnungen in der Medizin, der Tierzucht, in der Biotechnologie und der Pflanzenforschung. Mit CRISPR/Cas9 werden Gene verändert, um Krankheiten zu erforschen und die Nahrungsmittelversorgung zu verbessern. Erbkrankheiten heilen, neue Ansätze im Kampf gegen Krebs und HIV finden, widerstandsfähige Tiere und Pflanzen züchten – alles scheint möglich.

Anwendung in der Medizin

Forscher haben in menschlichen Immunzellen ein Gen so verändert, dass die Zellen immun gegen das HI-Virus werden. Mit veränderten Blutstammzellen könnten auch Blut-Erkrankungen behandelt werden. Es könnten Ziegen gezüchtet werden, die weniger krankheitsanfällig sind, Schweine, deren Organe sich für Transplantationen eignen. Und Mücken, die Infektionskrankheiten wie Malaria übertragen, könnten auf genetischem Wege resistent gemacht oder ausgerottet werden. CRISPR/Cas9 erobert bereits weltweit die Forschungslabore. Es werden damit veränderte Zelllinien hergestellt und Gene gezielt an- und abgeschaltet, um Krankheitsmechanismen zu erforschen.

Leopoldina-Präsident Jörg Hacker über Hoffnungen in der Medizin

Anwendung in der Pflanzenzüchtung

Und auch in der Pflanzenforschung wird die Methode eingesetzt. Es gibt Reis- und Weizensorten, deren Erbgut so verändert wurde, dass sie widerstandsfähiger sind gegen Schädlingsbefall. Außerdem forschen Genetiker an Pflanzen, die Klimaveränderungen trotzen, an Weizen mit weniger Gluten und an vitaminreicherem Obst. Mit CRISPR/Cas9 kann das Pflanzenerbgut wesentlich schneller und genauer verändert werden, als durch die bisher gängige Zufallsmutagenese und Einkreuzungen über klassische Züchtung.

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