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Gemeinsamer Ausschuss Dual Use

Verankerung sicherheitsrelevanter Aspekte der Forschung in Bildung und Lehre

Um Studierende für sicherheitsrelevante Aspekte der Forschung frühzeitig zu sensibilisieren, sollten Hochschulen und Universitäten das Thema in den Lehrinhalten und Curricula möglichst aller relevanten Studiengänge verankern.

Dafür könnte sich ein dreistufiges Verfahren eignen: In Bachelorstudiengängen sollten interdisziplinäre sicherheitsrelevante Aspekte der Forschung in Übersichtsveranstaltungen zu „Guter wissenschaftlicher Praxis“ und zu grundlegenden Fragen der Wissenschaftsethik integriert werden. In Masterstudiengängen bietet sich darauf aufbauend an, innerhalb von Seminaren spezifische ethische und sicherheitsrelevante Aspekte des eigenen Faches zu behandeln, sowohl auf theoretischer Ebene als auch anhand von konkreten Fallbeispielen. Vor allem Doktoranden, aber auch Post-Docs und weitere in die Forschung involvierte Mitarbeiter sollten darüber hinaus im Rahmen von Gruppenseminaren, Weiterbildungsveranstaltungen, Summer Schools oder Graduiertenschulen für die spezifischen Risiken der Forschung weitergehend sensibilisiert werden.

Im Folgenden sind einige Good-Practice-Beispiele für aktuelle bewusstseinsbildende Maßnahmen exemplarisch aufgeführt:

Eberhard-Karls-Universität Tübingen: Pflichtmodul „Ethik“ im Bachelor of Science Biologie am Lehrstuhl der Ethik, Theorie und Geschichte

Universität Hamburg: Pflichtseminar „Biomedizinische Ethik“ im Bachelor of Science „Molecular Life Science“; Wahlmodul „Bioethik und verantwortungsbewusstes Handeln in den Lebenswissenschaften“ im Master of Science „Molecular Life Science“; siehe Studienplan BSc „Molecular Life Science“ und Studienplan MSc „Molecular Life Science“

Lehrangebot des Arbeitsbereiches „Ethik in der Informationstechnologie“, Seminare und Vorlesungen zu den Themen „Philosophie, Gesellschaft und IT“ sowie zu „Digitalisierung und Gesellschaft“ und „Ethics and IT“

Technische Universität Hamburg-Harburg: Nichttechnische Ergänzungskurse für Bachelor- und Masterstudenten verschiedener Fachrichtungen, z. B. „Verantwortungsvolles Handeln in Technik und Wissenschaft“, „Ethik für Ingenieure“, „Ethik und Wissenschaft“ und „Technikfolgenabschätzung (TFA) und Technikgeneseforschung“; siehe Modulhandbuch im Bachelor für das Sommersemester 2018 und Modulhandbuch im Master für das Sommersemester 2018

Technische Universität Darmstadt: Interdisziplinäre Ringvorlesung „Die dunkle Seite der Chemie” im Wintersemester 2018/19.

Technische Universität München: Seminar als Einführungsveranstaltung für Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften im Sommersemester 2018 „Ethik und Verantwortung“; Vorlesung im Sommersemester 2018 „Ethik in Wissenschaft und Technologie, Teil 2“

Universität Köln: Interdisziplinäres Seminar „Physik und Ethik“ im Sommersemester 2018 zur Auseinandersetzung mit ethischen Konsequenzen physikalischer Forschung

Universität Dortmund: Interdisziplinäres Seminar im Sommersemester 2018 „Informatik und Ethik“ mit Fallbespielen

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Seminar im Wintersemester 2015/16 „Computer Ethics“, das sowohl das Thema Dual Use als auch verschiedene Codes of Conduct behandelte

iGEM-Team Bielefeld: Seminar und Informationsseite zum Thema „Dual Use and Dual Use Research of Concern: Between Science Misuse of Science and Science Communication“

Federation of American Scientists (USA): Selbstlernmodule mit Fallstudien zum Dual Use in den Biowissenschaften

Universität Bath: Next Generation Biosecurity: Responding to 21st Century Biorisks; Selbststudiumprogramm Biosecurity

Universität of Bradfort (UK): Module zu bioethischen Dual-Use-Aspekten

Büro der Vereinten Nationen in Genf (Schweiz): Auswahl geeigneter Literatur und Links zur Bewusstseinsbildung und Materialien zur Schulung in Biosecurity

Sollten Sie Hinweise auf Seminare oder Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt der Ethik sicherheitsrelevanter Forschung haben, würden wir uns freuen, wenn Sie die Geschäftsstelle des Gemeinsamen Ausschusses kontaktieren.

Geschäftsstelle

Gemeinsamer Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung von DFG und Leopoldina

Geschäftsstelle c/o ABC Business Center (4. OG)
Friedrichstraße 79
10117 Berlin

Dr. Johannes Fritsch

Dr. Johannes Fritsch

Leiter der Geschäftsstelle

Telefon: 0160 - 9121 2676
E-Mail: johannes.fritsch@leopoldina.org

Lena Diekmann

Lena Diekmann

Projektkoordinatorin

Telefon: 0170 - 79 206 49
E-Mail: lena.diekmann@leopoldina.org

Dr. Anita Krätzner-Ebert

Dr. Anita Krätzner-Ebert

Wissenschaftliche Referentin

Telefon: 0175 - 293 3935
E-Mail: anita.kraetzner-ebert@leopoldina.org

Dr. Katarina Timofeev

Ansprechpartnerin der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Telefon: 0228 - 885 2591
Fax: 0228 - 885 713 320
E-Mail: dual-use@dfg.de

Dr. Ingrid Ohlert

Ansprechpartnerin der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Telefon: 0228 - 885 2258
Fax: 0228 - 885 713 320
E-Mail: ingrid.ohlert@dfg.de