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Gemeinsamer Ausschuss Dual Use

Wissenschaft zwischen Freiheit und Verantwortung

Aufgaben und Ziele des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung

Wissenschaft zwischen Freiheit und Verantwortung

Illustration: Sisters of Design

Der Gemeinsame Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung (GA) ist ein seit 2015 von DFG und Leopoldina eingerichtetes Gremium, das das Bewusstsein für sicherheitsrelevante Aspekte der Forschung, den verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung und die diesbezügliche Selbstregulierung der Wissenschaften nachhaltig stärken soll.

Gemäß den Beschlüssen der Präsidien von Leopoldina und DFG hat der GA das Mandat, „[...] die wirksame und nachhaltige Umsetzung der Empfehlungen von DFG und Leopoldina zu ‚Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung‘ zu unterstützen. Der Ausschuss soll den Stand der Umsetzung an den Forschungseinrichtungen verfolgen (Monitoring) und proaktiv vorantreiben sowie die Institutionen bei der sachgerechten Implementierung der Empfehlungen, z. B. durch die Erstellung von Mustertexten, unterstützen. Dies gilt insbesondere für die Etablierung der in den Empfehlungen vorgesehenen Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung (KEFs) [...].“

Mit der 2015 vorgelegten Mustersatzung für diese KEFs weist der Gemeinsame Ausschuss die nach seiner Auffassung regelungsbedürftigen Sachverhalte aus, die im Detail den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort anzupassen sind. Gleichzeitig dient der Ausschuss als Kontaktstelle für Fragen zum Thema „sicherheitsrelevante Forschung“ und als Plattform für den Erfahrungsaustausch. Die Verantwortung einzelner Diskussionsfälle sollte bei den Forschungsinstitutionen liegen, an denen die Arbeiten durchgeführt werden. In besonderen Fällen, die nicht durch die KEFs adäquat beurteilt werden können, kann die Leopoldina Ad-hoc-Arbeitsgruppen mit der notwendigen Fachexpertise einsetzen, die im engen Austausch mit dem GA eine Risiko-Nutzen-Beurteilung des jeweiligen Forschungsinhalts vornehmen.

Darüber hinaus beobachtet der GA die Entwicklungen auf dem Gebiet sicherheitsrelevanter Forschung in Deutschland, identifiziert Handlungsbedarf und berät DFG und Leopoldina in diesen Fragen. Bei Bedarf beteiligen sich Mitglieder des Ausschusses an öffentlichen Diskussionen. Um dauerhaft Aufmerksamkeit auf das Thema zu richten, richtet der Ausschuss regelmäßig Veranstaltungen aus, die das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang der Wissenschaften mit sicherheitsrelevanter Forschung stärken sollen einschließlich der Kommunikation in Politik und Öffentlichkeit.

Die DFG weist in ihrem Leitfaden für die Antragstellung auf den Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung hin und bittet die Antragstellenden bei der Beantragung von Fördermitteln, ihr Projekt diesbezüglich zu prüfen sowie im Falle sicherheitsrelevanter Risiken eine Stellungnahme zum Risiko-Nutzen-Verhältnis und Maßnahmen der Risikominimierung einzureichen.

Die Geschäftsstelle des GAs ist dem Präsidialbüro der Leopoldina angegliedert. Zusätzlich zu den Aufwendungen der Leopoldina zur Unterhaltung der Geschäftsstelle wird diese von der DFG, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und von der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Geschäftsstelle

Gemeinsamer Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung von DFG und Leopoldina

Geschäftsstelle c/o ABC Business Center (4. OG)
Friedrichstraße 79
10117 Berlin

Dr. Johannes Fritsch

Dr. Johannes Fritsch

Leiter der Geschäftsstelle

Telefon: 0160 9121 2676
E-Mail: johannes.fritsch@leopoldina.org

N.N.

Projektkoordination

E-Mail: gemeinsamer-ausschuss@leopoldina.org

Dr. Anita Krätzner-Ebert

Dr. Anita Krätzner-Ebert

Wissenschaftliche Referentin

Telefon: 0175 - 293 3935
E-Mail: anita.kraetzner-ebert@leopoldina.org

Dr. Katarina Timofeev

Ansprechpartnerin der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Telefon: 0228 - 885 2989
Fax: 0228 - 885 713 320
E-Mail: dual-use@dfg.de