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Akademiegeschichte

Stele zum Gedenken an NS-Opfer

Stele zum Gedenken an NS-Opfer

Gedenkstele. Foto: David Ausserhofer für die Leopoldina

Auf Initiative des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erinnert im Park des Akademiegebäudes in Halle (Saale) eine Gedenkstele an die während des nationalsozialistischen Regimes in Konzentrationslagern getöteten Akademie-Mitglieder. Die vom halleschen Bildhauer Bernd Göbel gestaltete Stele trägt die Namen der neun Wissenschaftler, die in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden oder an den unmenschlichen und grausamen Bedingungen der Lagerhaft starben. Acht der Opfer stammen aus jüdischen Familien.

Auf der Gedenkstele sind die Namen der Opfer, ihre Profession, ihr Geburts- und Todesjahr verewigt:

  • Otto Blumenthal (1876-1944), Mathematiker
  • Maximilian Flesch (1852-1943), Anatom
  • Hans Meyer (1871-1942), Chemiker
  • Georg Pick (1859-1942), Mathematiker
  • Hans Przibram (1874-1944), Zoologe
  • Peter Rona (1871-1945), Biochemiker
  • Emil Starkenstein (1884-1942), Pharmakologe
  • Leon Wachholz (1867-1942), Gerichtsmediziner
  • Arthur von Weinberg (1860-1943), Chemiker

„Wir verneigen uns in Trauer vor diesen Mitgliedern der Leopoldina, die nichts anderes verschuldet hatten, als dass sie Professoren waren und, mit Ausnahme von Leon Wachholz, Professoren jüdischer Herkunft“, so der Präsident der Leopoldina, Prof. Dr. Volker ter Meulen in seiner Gedenkrede anlässlich der Enthüllung des Mahnmals. Ter Meulen macht deutlich, dass der Akademie die öffentliche Aufarbeitung der eigenen Geschichte in den Jahren 1933 bis 1945 besonders wichtig ist, ebenso wie einen konkreten Ort für das Gedenken zu schaffen. „Denn die Geschichte ist nur dann unsere Geschichte, wenn wir wissen, wie sie erinnert wird, und nicht nur, wie und wann und vielleicht auch warum sie sich ereignet hat“, so Volker ter Meulen. Die Stele entstand mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises der Leopoldina.

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