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Zentrum für Wissenschaftsforschung

Assoziierte Forschungsprojekte

Das Zentrum für Wissenschaftsforschung unterstützt externe Projekte oder externe Arbeitsgruppen, deren Forschungsgebiete eine fachliche Nähe zu den Arbeitsgebieten des Zentrums aufweisen. Die externen Projektleiterinnen und Projektleiter erhalten den Status assoziierter Forscherinnen und Forscher.

Zwischen Dokumentation und Selbstinszenierung

Gemessen an symbolischem Kapital stellt die Gelehrtengesellschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, gegründet 1847, die wissenschaftliche Elite Österreichs dar. Ordentliche Professorinnen und Professoren und höhere wissenschaftliche Beamtinnen und Beamte bilden bis zu ihrem Tode eine geschlossene Gesellschaft, zu der nur die geheimen Wahlen die Türen öffnen. Stirbt ein Mitglied wird eine Schülerin oder ein Schüler bzw. eine Kollegin oder ein Kollege damit beauftragt, einen Nachruf zu verfassen, der anschließend im Akademie-Almanach veröffentlicht wird. Mehr

Forschung und Öffentlichkeit im Dialog

Formen der Zusammenarbeit und Konkurrenz zwischen Akademien und (populär)wissenschaftlichen Vereinen sind bislang kaum erforscht. Betonten Akademien ihre Exklusivität, waren wissenschaftliche Vereine deutlich inklusiver organisiert. Von gemeinschaftlichen Unternehmungen, darunter Forschungsreisen, die Bearbeitung von Sammlungsobjekten oder die Nutzung von Vortragsräumlichkeiten, profitierten sowohl Akademien als auch Vereine. Das Projekt untersucht in einer vergleichenden Perspektive Kooperationen der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien mit anderen (populär)wissenschaftlichen Gesellschaften. Mehr

Finalism and mechanicism in early modern medicine and science. The case of the Academia Naturæ Curiosorum

Das Projekt beschäftigt sich mit einem klassischen Thema der frühneuzeitlichen Medizin- und Wissenschaftsgeschichte: Durch die Interpretation von Fallstudien wird untersucht, auf welche Weise in der Frühneuzeit mechanistische und finalistische Deutungen und Lösungsansätze der Ärzte und Naturforscher der Leopoldina in der Academia Naturae Curiosorum, der ersten wissenschaftlichen Zeitschrift der westlichen Welt, diskutiert wurden. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie bestimmte philosophische Theorien in einem konkreten wissenschaftlichen Kontext entstanden sind. Mehr

Das Auge und die Academia Naturæ Curiosorum

Das Auge war seit der Gründung der Academia Naturæ Curiosorum und im Verlauf der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert ein wichtiges Forschungsobjekt an der Akademie. Mitglieder der Akademie unternahmen verschiedenste Forschungsaktivitäten bezüglich der Anatomie, Physiologie und Pathologie des Auges und veröffentlichten die Erkenntnisse in der Fachzeitschrift der Akademie Miscellanea curiosa. Mehr

Deutsche Naturwissenschaftler in Südamerika: Hermann Burmeister und die „wissenschaftliche Urbanisierung“ Argentiniens

Die deutschen Naturwissenschaftler und Leopoldina-Mitglieder Hermann Burmeister und Johann Friedrich Theodor Müller  haben für die Etablierung und Institutionalisierung naturwissenschaftlicher Forschungen, vor allem in der Biologie und Zoologie, in Südamerika entscheidende Bedeutung. Mehr

Deutsche Wissenschaftler, ihre Beobachtungen und institutionelle Verbindungen zur Neuen Welt im 17. Jahrhundert

Im siebzehnten Jahrhundert beschrieb der deutsche Chirurg Jacob Lachmund aus Hildesheim, der nach seinem Tod als bekannter Wundarzt bezeichnet wurde, seine Erfahrungen und Beobachtungen über neue Krankheiten und Heilmittel auf seinen Reisen nach Brasilien und Guinea. Laut seinen Reiseberichten diente Lachmund als Arzt in amtlicher Funktion für niederländische Soldaten. Zwei von Lachmunds Berichten wurden posthum von seinem Sohn, ebenfalls Arzt, in den Miscellanea Curiosa von 1673/1674 veröffentlicht. Mehr

Die Politik der Vernetzung: Interessenvertretung und Naturforschung in der frühen Leopoldina

Anliegen des Projekts ist es, Merkmale des Handlungsmusters von gelehrten Ärzten im Alten Reich zu erschließen. Zu diesem Zweck werden die in der Academia Naturae Curiosorum, der späteren Leopoldina, vernetzten naturforschenden Ärzte als Akteure in verschiedenen Kollektiven (Stadt, Akademie, Hof, Universität, Reich) analysiert. Mehr

Paolo Boccone and the Academia Naturae Curiosorum (1696)

Das Werk des italienischen Reisenden, Naturforschers und Botanikers Paolo Boccone (1633-1704) wurde von seinen Zeitgenossen viel beachtet und weiterverbreitet. Seine Karriere führte ihn an verschiedene Orte in Frankreich, England, den Niederlanden, italienischen und deutschen Staaten. Mehr

Von der Mosaischen Physik zur Linnéschen Taxonomie?

Um die historische Bedeutung und Wirkung der sogenannten „Mosaischen Physik“ zur Zeit der Frühaufklärung zu evaluieren, wird die pietistische Gelehrtenfamilie Lange im geschichtlichen Kontext untersucht. Mehr

Räume der Anschauung – Topographien des Wissens

Lange Zeit galten Anatomische Theater als Verkörperung evidenzbasierter Forschung, als erstes wissenschaftliches Labor schlechthin, doch die Erwartungshaltungen an Form und Nutzung Anatomischer Theater hatte sich innerhalb von 120 Jahren offensichtlich grundlegend geändert. Die Emmy Noether Forschungsgruppe untersucht die Rolle Anatomischer Theater als gebauter Räume bei der Ausformung einer wissenschaftlichen Sphäre sowie bei der Durchsetzung epistemologischer Paradigmenwechsel in der Frühen Neuzeit. Mehr

Weitere Informationen

KONTAKT

Leopoldina

Ronja Steffensky

Kommissarische Leiterin des Leopoldina-Zentrums für Wissenschaftsforschung

Tel. 0345 - 47 239 - 118
Fax
E-Mail ronja.steffensky (at)leopoldina.org