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Wie Stress unter die Haut geht: Molekulare Mechanismen von Gen-Umwelt-Interaktionen und ihre Bedeutung für psychiatrische Erkrankungen

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Urkundenübergabe und Vorlesung
der Klasse III - Medizin

Abendvortrag von Dr. Dr. Elisabeth Binder

Datum: Mittwoch, 12. Juli 2017
Uhrzeit: 17:30 bis 19:30
Ort: Vortragssaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Stress und traumatischen Erfahrungen im Kindes- und Erwachsenenalter sind mit die stärksten Risikofaktoren für eine spätere Entwicklung von psychiatrischen Erkrankungen, insbesondere von Angst- und Depressionsstörungen. Aber wie können solche Ereignisse langanhaltende biologische Effekte haben und die Funktion von Zellen verändern? Epigenetische Mechanismen wie DNA-Methylierung, Histon-Modifikation oder nicht-kodierende RNAs rücken immer stärker als Mediatoren dieser langfristigen Stress-induzierten Effekte in den Vordergrund. Dieser Vortrag fasst Mechanismen zusammen, wie Stress sich in unsere DNA „einschreiben“ kann. Er beleuchtet auch wie genetische Unterschiede unsere Stressantwort verändern und wie sich dies von der molekularen bis zur Verhaltensebene auswirken kann und somit in sogenannten Gen-Umwelt-Interaktionen das Risiko an Stress-anhängigen Erkrankungen zu leiden verändern. Abschließend werden Implikationen für Diagnose und Therapie dieser Erkrankungen erläutert.


Elisabeth Binder studierte Medizin an der Universität Wien, Österreich und Neurowissenschaften an der Emory Universität in Atlanta, Georgia, USA. Nach einer Zeit als Postdoc am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, Deutschland, kehrte sie als Assistenzprofessorin an das Department für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an die Emory Universität zurück. 2007 wurde sie Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Seit August 2013 ist Elisabeth Binder Direktorin des Departments für Translationale Forschung in der Psychiatrie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Im Mittelpunkt ihres wissenschaftlichen Interesses steht die Identifizierung von molekularen Faktoren, welche die Verarbeitung von Umwelteinflüssen verändern, mit Fokus auf frühkindliches Trauma und Gen-Umwelt-Interaktionen. Sie untersucht, wie diese Faktoren die Entstehung und den Verlauf psychiatrischer Erkrankungen beeinflussen und will diese Informationen zur Entwicklung neuer Präventions- und Behandlungsstrategien nutzen.

Foto: © Greiner für MPI für Psychiatrie, München

Weitere Informationen und Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung wird gebeten.

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Barbara Döhla
Assistentin der Abteilung Wissenschaft - Politik - Gesellschaft
Tel.: 0345 - 47 239 - 870
E-Mail: barbara.doehla @leopoldina.org

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