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Der Ovidukt - ein wenig beachtetes Organ am Beginn jedes Wirbeltierlebens

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Gemeinsames Symposium der Leopoldina, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Datum: Mittwoch, 21. bis Donnerstag, 22. März 2018
Ort: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Lange Zeit wurde die Bedeutung dieses zentralen Organs der Reproduktionsbiologie unterschätzt und die wissenschaftliche Bearbeitung vernachlässigt. Die Reduktion der Funktion des Eileiters (Ovidukt) zum reinen Transportorgan für Spermien, Eizellen und frühen Embryonalstadien hat sich unter anderem auch deshalb so lange aufrechterhalten, weil der in vivo Zugang zum Eileiter aus anatomischen Gründen sehr schwierig zu bewerkstelligen war.

Eine Arbeitsgruppe von Prof. Gottfried Brem und Prof. Urban Besenfelder beschäftigte sich - zuerst im Rahmen der Gewinnung und des Transfers von Eizellen und früher Embryonalstadien - mit der Entwicklung und Etablierung endoskopisch geleiteter Zugänge in die Eileiter von Nutztieren. Im Gegensatz dazu ist der chirurgische Eingriff bei Rindern und Schweinen sehr aufwändig und zieht mögliche - zum Teil sogar erhebliche - Beeinträchtigungen physiologischer Funktionen nach sich. Der punktförmige instrumentelle Zugang hingegen bietet einen sehr schonenden Zugang mit nur minimalen Auswirkungen auf das zu untersuchende Organ. Dadurch gelingt es, mit marginaler Beeinträchtigung der Vorgänge im Eileiter, nicht nur Gameten und frühe Embryonen zu gewinnen und zu transferieren, sondern auch Probenmaterial aus dem Lumen und dem Gewebe des Eileiters zu isolieren und zu analysieren. In Folge dieser in vivo Zugänge in den Eileiter begann die intensive in vitro Analyse der relevanten Einflüsse des Eileiters auf die Befruchtung und die frühe Embryonalentwicklung. Dabei liegt ein Schwerpunkt insbesondere auf funktionellen Proteom-Analysen.

Die neuen molekularen und zellulären Einblicke in die physiologischen Vorgänge in den Gameten und frühen Embryonalstadien zeigen den Einfluss tubaler Sekrete auf diese. Deshalb sind diese Erkenntnisse auch für die Planung und Durchführung artifizieller Beeinflussung (ART = Assistierte Reproduktions-Techniken) sowie für Genomanalysen und Eingriffe ins Genom (Gentransfer, Klonen, Crispr/Cas9) von großer Bedeutung.

Der Themenkomplex „funktionales Ovidukt“ wurde bislang noch nicht in einer Zusammenschau der physiologischen und pathologischen Vorgänge präsentiert. Während der Veranstaltung sollen die zum Teil höchst kontrovers diskutierten möglichen artifiziellen Eingriffe ins Genom thematisiert und diskutiert werden.

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Symposium richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 15. März 2018 per E-Mail an Henriette.Stocker@vetmeduni.ac.at.

Kontakt:
Frau Henriette Stocker
Institut für Tierzucht und Genetik
Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
A 1210 Wien
Tel.: 00431-25077 5601

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