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Ozeane, Kryosphäre und Mensch: Was uns die fremde Natur bedeutet

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Abendvortrag von Prof. Dr. Antje Boetius im Rahmen der Leopoldina-Jahresversammlung 2018

Datum: Freitag, 21. September 2018
Uhrzeit: 20:15 bis 21:15
Ort: Festsaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Ozeane und Kryosphäre umfassen den größten Teil der Erdoberfläche und bieten wichtige Funktionen für die Bewohnbarkeit dieses Planeten. Dazu gehören Rückstrahlung von Sonnenlicht gegen eine Überhitzung der Erde, Aufnehmen von CO2, aber auch die Beherbergung einer unbekannten Vielfalt von Leben, das weit über die Artenvielfalt an Land hinausgeht.

Ozeane und Kryosphäre enthalten die größten und größtenteils unbekannten genetischen Ressourcen der Erde. Polar- und Tiefseeökosysteme sind jedoch schwer zugänglich aufgrund ihrer Entfernung von Land und ihren aus unserem menschlichen Standpunkt „extremen“ physikalischen Bedingungen. Ihre Temperaturen am oder unter dem Gefrierpunkt, Dunkelheit und hydrostatischer Druck sind uns fremd, sie begrenzen unsere Beobachtungskapazitäten und damit auch die wissenschaftliche Erkenntnis über die Entwicklung, Verbreitung, Dynamik und Funktionsweise von Polar- und Ozeansystemen. Es fehlt an ökologischen Bestandsaufnahmen und global standardisierten Umweltvariablen und ökologischen Indikatoren, um die menschlichen Auswirkungen auf Polar- und Ozeansysteme  wissenschaftlich zu quantifizieren und zu bewerten. Jedoch haben wir mittlerweile erhebliche Beweise für den menschlichen Fußabdruck in den fernsten Regionen der Erde, von den Auswirkungen des Klimawandels bis zur Verschmutzung und destruktiven Nutzung von Ressourcen in Meer und Kryosphäre.

Der Vortrag fasst jüngste Beobachtungen von Veränderungen der Polar- und Tiefseeökosysteme zusammen und diskutiert Konzepte, Strategien und Begründungen für den Schutz der unbekannten Natur der Erde als Teil einer nachhaltigen Entwicklung der Menschheit. Er benennt die Rolle von Nationalakademien in der politischen Debatte um die Dringlichkeit von Entscheidungen und Aktionen.

Prof. Dr. Antje Boetius ML
Die Meeresforscherin und Mikrobiologin Antje Boetius ist Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, und seit 2009 Mitglied der Leopoldina. Sie erforscht Mikroorganismen, die Teile des Meeresbodens besiedeln und großen Einfluss auf das globale Klima haben. Für ihre Forschungen und für ihr Engagement in der öffentlichen Vermittlung von Wissenschaft wurde sie 2018 mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet und erhält Ende Oktober den Deutschen Umweltpreis.

Weitere Informationen

„Natur – Wissenschaft – Gesellschaft“ Programm der Leopoldina-Jahresversammlung 2018

Der Abendvortrag wird wie die Jahresversammlung im Livestream übertragen. Die Übertragung startet am Freitag, 21. September 2018, um 9.00 Uhr.

Mitgliedsprofil von Antje Boetius

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