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Svante Pääbo erhält Breakthrough Prize in life sciences

Der Molekularbiologe und Paläogenetiker Svante Pääbo, Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Mitglied der Leopoldina, hat den Breakthrough Prize in life sciences 2016 erhalten. Er wird damit für seine Forschungen zur Sequenzierung alter DNA und alter Genome ausgezeichnet. Der Preis ist mit drei Millionen US-Dollar dotiert und wurde ihm am 8. November in Mountain View in Kalifornien überreicht.

Svante Pääbo gilt als Begründer der Paläogenetik, die genetische Proben fossiler und historischer Überreste analysiert. Mit seinen Techniken gelang es erstmals, das Genom des modernen Menschen mit dem des Neandertalers zu vergleichen.

Pääbo studierte zunächst Wissenschaftsgeschichte, Ägyptologie und Russisch und danach Medizin an der Universität Uppsala in Schweden, wo er auch promoviert wurde. Nach Postdoc-Aufenthalten in Zürich und Berkeley war er Professor für Biologie in München und ist seit 1997 Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig sowie seit 1999 Honorarprofessor für Genetik und Evolutionsbiologie an der Universität Leipzig. Pääbo ist u.a. Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft und wurde 2009 mit der Darwin-Plakette der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ausgezeichnet. Seit 2001 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin.

Die Breakthrough Prizes wurden 2013 von Unternehmern des Silicon Valley ins Leben gerufen. Sie werden jährlich auf den Gebieten Fundamental Physics, Life Sciences und Mathematics vergeben und sind mit insgesamt 22 Millionen US-Dollar dotiert.

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