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Daniel Loss erhält King Faisal International Prize

Der Schweizer Physiker Daniel Loss, Professor für Theoretische Physik, Direktor des Center for Quantum Computing and Quantum Coherence (QC2) an der Universität Basel und Mitglied der Leopoldina, erhält den King Faisal International Prize in Science. Er teilt sich die Auszeichnung mit dem niederländischen Physiker Laurens Molenkamp.

Daniel Loss ist Theoretischer Physiker und beschäftigt sich mit quantenmechanischen Phänomenen in elektromagnetischen Nanosystemen. Er leistete Pionierarbeit auf den Gebieten der Spindynamik und Spinkohärenz in Quantenpunkten. Loss und sein Team haben ein Konzept für einen Quantencomputer entwickelt, der nicht auf der elektrischen Ladung von Elektronen basiert, sondern stattdessen auf deren Spin. Seine Arbeit ist die Grundlage vieler bedeutender Experimente für die Entwicklung von sogenannten Spintronik-Quantencomputern.

Daniel Loss studierte vier Semester Medizin und anschließend Theoretische Physik an der Universität Zürich, wo er 1985 promoviert wurde. Nach Forschungsaufenthalten in den USA (Urbana und IBM T.J. Watson) und mehreren Jahren als Professor an der Simon Fraser University, Vancouver, ist Loss seit 1996 Professor für Theoretische Physik an der Universität Basel. Seit 2005 ist er Direktor des Center for Quantum Computing and Quantum Coherence (QC2) und, seit 2006, Co-Direktor des Swiss Nanoscience Institute (SNI) in Basel. Im Jahr 2014 wurde Loss zum Mitglied der Leopoldina in der Sektion Physik gewählt.

Der mit umgerechnet etwa 200.000 US-Dollar dotierte King Faisal International Prize wird seit 1979 von der King Faisal Foundation in Saudi-Arabien vergeben; seit 1984 auch für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft.

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