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Nenad Ban und Tobias Moser erhalten Ernst Jung-Preis 2017

Der diesjährige Ernst Jung-Preis für Medizin geht an zwei Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Nenad Ban wird für die Strukturaufklärung des Ribosoms ausgezeichnet, Tobias Moser für die Erforschung der Schallkodierung im menschlichen Innenohr. Die Auszeichnung wird ihnen am 19. Mai 2017 in Hamburg überreicht.

Molekularbiologe Nenad Ban ist Professor für Molekulare Strukturbiologie an der ETH Zürich. Seine Erkenntnisse über den atomaren Aufbau sowohl cytosolischer als auch mitochondrialer Ribosomen in eukaryotischen Zellen und ihrer Komplexe mit anderen zellulären Faktoren, ermöglichen ein tieferes Verständnis der Proteinbiosynthese höherer Lebewesen und der mit diesem essentiellen Prozess assoziierten Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen und Krebs.

Der Neurowissenschaftler und Hals-Nasen-Ohren-Arzt Tobias Moser, Gründungsdirektor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften in Göttingen, erforscht die Schallkodierung an den Haarzellsynapsen des Innenohrs und arbeitet an der Entwicklung eines optogenetischen Cochlea-Implantats. Dieses Implantat stimuliert den Hörnerv nicht elektrisch, sondern durch Lichtsignale.

Der Ernst Jung-Preis für Medizin wird seit 1976 jährlich von der Jung-Stiftung vergeben, um medizinischer Spitzenforschung weitere Fortschritte zu ermöglichen. Ausgezeichnet werden Leistungen von besonderer klinischer Relevanz im Bereich der Humanmedizin, die zu neuen Therapieansätzen führen können. Der Preis ist mit 300.000 Euro dotiert.

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