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Gerhard Erker zum Ehrenmitglied der Chemischen Gesellschaft Japans ernannt

Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Chemie wurde Gerhard Erker, Seniorprofessor an der Universität Münster und Mitglied der Leopoldina, zum Ehrenmitglied der Chemischen Gesellschaft Japans (Chemical Society of Japan, CSJ) ernannt. Er erhielt diese Ehrung am 17. März in Tokio. Gerhard Erker ist der zweite Deutsche, dem diese Ehrung zuteil wird.

Gerhard Erker forscht an sogenannten „frustrierten Lewis-Paaren“. Dabei handelt es sich um Säuren und Basen, die räumlich so voneinander abgeschirmt sind, dass sie sich nicht gegenseitig neutralisieren können. Der Begriff „frustriert“ bezieht sich auf die Bereitschaft zur Reaktion, ohne dass diese stattfinden kann. Solche Systeme können genutzt werden, um Wasserstoff für chemische Reaktionen zu aktivieren, ohne Metalle einzusetzen. Frustrierte Lewis-Paare reagieren mit vielen weiteren Molekülen auf neuartige Weise, z.B. mit dem Treibhausgas Kohlendioxid, mit Kohlenmonoxid sowie mit Umwelt-problematischen Stickoxiden und mit Schwefeldioxid.

Erker wurde 1973 an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Princeton University habilitierte er sich 1981 ebenfalls in Bochum. 1985 erhielt er eine Professur an der Universität Würzburg, seit 1990 hat er einen Lehrstuhl für Organische Chemie an der Universität Münster inne. Gerhard Erker ist seit 2011 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Chemie.

Die Chemische Gesellschaft Japans wurde 1878 gegründet und hatte vor der Aufnahme Gerhard Erkers nur 15 ausländische Ehrenmitglieder.

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