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Horst Bredekamp mit Schillerpreis der Stadt Marbach geehrt

Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp, Professor an der Humboldt-Universität Berlin und Mitglied der Leopoldina, hat den Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar erhalten. Der Marbacher Bürgermeister Jan Trost überreichte ihm die Ehrung am 10. November 2017.

Horst Bredekamps Forschung orientiert sich an der „ikonischen Wende“, die seit dem späten 20. Jahrhundert die Bildbetrachtung prägt. Seitdem werden Bilder nicht mehr nur als Repräsentanten der Wirklichkeit verstanden, sondern es wird untersucht, wie Bilder Realität gestalten und verändern. Unter anderem erforscht Bredekamp, welchen Einfluss die Bildgebung auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse hat. Darüber hinaus befasst er sich mit Studien zu mittelalterlichen Skulpturen sowie der Betrachtung der Kunst der Renaissance und des Manierismus.

Bredekamp studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Soziologie in Kiel, München, Marburg und Berlin. 1974 wurde er an der Universität Marburg in Kunstgeschichte promoviert. Ab 1976 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hamburg, ab 1983 als Professor. Seit 1993 ist Horst Bredekamp Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Die Leopoldina wählte ihn 2004 in die Sektion Kulturwissenschaften.

Der Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar wurde 1959 anlässlich des 200. Geburtstags des Dichters Friedrich Schiller gestiftet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Nach Dorothea Kuhn ist Horst Bredekamp das zweite Leopoldina-Mitglied, das mit diesem Preis geehrt wird.

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