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Ralf Bartenschlager erhält Hector Wissenschaftspreis

Der Virologe Ralf Bartenschlager, Professor für Molekulare Virologie an der Universität Heidelberg, Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum und Mitglied der Leopoldina, ist für seine Leistungen in der klinisch-medizinischen Grundlagenforschung mit dem Hector Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Der Preis wurde ihm am 27. Januar 2017 in Heidelberg überreicht.

Ralf Bartenschlager gelang es 1999 erstmalig, Hepatitis-C-Viren im Labor zu vermehren. Dadurch konnten er und sein Team die Faktoren der Vermehrung identifizieren und entsprechende Hemmstoffe entwickeln. Seine Arbeit ermöglichte dadurch die Entwicklung von Medikamenten gegen die chronische Hepatitis C und lieferte wesentliche Erkenntnisse über die Vermehrung des Hepatitis-C-Virus. Darüber hinaus untersucht er die chronische Infektion durch das Hepatitis-B-Virus und akute Infektionen durch das Dengue- und das Zika-Virus.

Bartenschlager studierte von 1981 bis 1987 Biologie an der Universität Heidelberg und wurde dort 1990 am Zentrum für Molekulare Biologie promoviert. Nach seiner Habilitation an der Universität Mainz erhielt er 2002 eine Professur für Molekulare Virologie an der Universität Heidelberg. 2013 wurde Bartenschlager zum Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie gewählt. Seit 2014 ist er zusätzlich Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum und Sprecher des Programms „Infektionen, Entzündung und Krebs“.

Der Hector Wissenschaftspreis wird seit 2009 von der Hector Stiftung vergeben und ist mit 150.000 Euro dotiert.

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