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Ralf Bartenschlager erhält Robert Koch-Preis 2015

Der Mikrobiologe Ralf Bartenschlager, Professor für Molekulare Virologie an der Universität Heidelberg, Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum und Mitglied der Leopoldina, hat den Robert Koch-Preis 2015 erhalten. Er wird gemeinsam mit Charles M. Rice, New York, für Forschungen zu Hepatitis-C-Viren geehrt, mit denen die Grundlagen für Tests neuer Substanzen gegen die Lebererkrankung geschaffen wurden. Die Auszeichnung wurde am 6. November 2015 in Berlin übergeben.

Ralf Bartenschlager studierte Biologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er auch promoviert wurde. Nach der Habilitation 1999 in Mainz wurde er 2002 auf die Professur für Molekulare Virologie am Department für Infektiologie der Universität Heidelberg berufen. Seit 2014 ist er zudem Abteilungsleiter „Virus-induzierte Carcinogenese“ am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

Bartenschlager forscht auf dem Gebiet der Virologie insbesondere zu Flaviviren, darunter das Dengue-Virus und das Hepatitis C-Virus, letzteres einer der Haupterreger schwerer Lebererkrankungen. Für das Hepatitis C-Virus hat er die ersten Zellkultursysteme entwickelt, mit denen die Entwicklung antiviraler Wirkstoffe gegen diese Virusinfektion möglich wurde. Ralf Bartenschlager ist seit 2013 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie.

Der Robert Koch-Preis wird von der Robert Koch-Stiftung jährlich vergeben und zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Unter den Preisträgern waren bereits mehrere Leopoldina-Mitglieder, darunter die späteren Nobelpreisträger Harald zur Hausen, Bruce A. Beutler und Jules A. Hoffmann.

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