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Volker Roelcke Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie

Volker Roelcke, Professor für Geschichte der Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leopoldina-Mitglied, ist zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ernannt worden. Er wurde damit für seine Beiträge zur Aufarbeitung der Geschichte der Fachgesellschaft ausgezeichnet. Die Ehrung wurde ihm bei der Jahrestagung der DGPPN Ende November 2015 in Berlin verliehen.

Volker Roelcke forscht unter anderem zur Geschichte der Psychiatrie im 19. und 20. Jahrhundert, zur Medizin im Nationalsozialismus und zu Eugenik und Humangenetik im 20. Jahrhundert. Er studierte Medizin in Hedielberg und Glasgow und nach der medizinischen Promotion Ethnologie, Alte Geschichte und Philosophie in Heidelberg und Cambridge, UK. Nach der Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie forschte er zunächst am Medizinhistorischen Institut der Universität Bonn, wo er sich 1997 habilitierte, und war beteiligt am Projekt „Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“ der Max-Planck-Gesellschaft.

Von 1999 bis 2003 war Roelcke Professor für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte an der Universität zu Lübeck, seit 2003 ist er Professor für Geschichte der Medizin und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 2011 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Wissenschafts- und Medizingeschichte.

Volker Roelcke leitete seit 2010 die Kommission zur Aufarbeitung der Geschichte der DGPPN, deren Ergebnisse beim Kongress 2015 veröffentlicht wurden. Die Rolle der psychiatrischen Fachgesellschaften im „Dritten Reich“ wurde dabei ebenso erforscht wie generelle Fragen von Ethik und professionellem Verhalten in der Psychiatrie. Auch Paul Weindling, Medizinhistoriker an der Oxford Brookes University und ebenfalls Leopoldina-Mitglied, wurde für seine Arbeit in dieser Kommission zum Ehrenmitglied der DGPPN ernannt.

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