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Pressemitteilung | Freitag, 25. Mai 2012

Leopoldina ehrt Berthold Beitz mit der Kaiser Leopold I.-Medaille

Anlässlich der heutigen feierlichen Einweihung des neuen Hauptgebäudes der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) wird Professor Berthold Beitz, Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, mit der Kaiser Leopold I.-Medaille der Leopoldina geehrt. Leopoldina-Präsident Professor Jörg Hacker dankte ihm in seiner Laudatio für seine Verdienste um die deutsche Wissenschaft und die Förderung der Arbeit der Leopoldina. Beitz konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen und wird die Auszeichnung in der kommenden Woche in Essen erhalten.

Leopoldina-Präsident Jörg Hacker würdigte Berthold Beitz‘ Wirken insgesamt und dessen Engagement für die Akademie im Rahmen der feierlichen Einweihung des neuen Hauses der Leopoldina. Beitz sei ein uneigennütziger und weitblickender Förderer. Er habe „über die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung zur Zeit der deutschen Teilung ganz konkret die Leopoldina finanziell und ideell überaus großzügig gefördert.“ Der Bau des 1987/88 errichteten Vortragsgebäudes der Leopoldina in der Emil-Abderhalden-Straße in Halle sei nur dank Beitz‘ Engagement möglich gewesen. Bis heute unterstütze Beitz über die Stiftung die Leopoldina in vielfältiger Weise: etwa beim Bau eines Internationalen Begegnungszentrums in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Land Sachsen-Anhalt und dem Bund, bei der Förderung junger Wissenschaftler sowie bei der Durchführung zahlreicher wissenschaftlichen Symposien.

Professor Berthold Beitz (Jahrgang 1913) war ab 1953 Generalbevollmächtigter von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dem letzten persönlichen Inhaber des Krupp-Konzerns, und damit einer der bedeutendsten Manager in Deutschland. Bis heute ist er Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und verwaltet das Konzernerbe. Beitz erhielt vielfache Auszeichnungen und Ehrungen für sein Lebenswerk. Unter anderem rettete er während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Galizien mehreren hundert jüdischen Zwangsarbeitern das Leben, indem er sie als unentbehrlich für die Erdölindustrie einstufte und in den von ihm verwalteten Fabriken beschäftigte. Als Testamentsvollstrecker des Krupp-Erbes hat Beitz zudem während des Niedergangs der Montanindustrie in den vergangenen Jahrzehnten den Strukturwandel im Ruhrgebiet wesentlich mitbestimmt. Beitz war von 1972 bis 1988 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und zwischen 1984 und 1988 dessen Vizepräsident. Beitz gilt als einer der großen Förderer der deutschen Wissenschaft. Die Leopoldina ehrte ihn 1987 und ernannte ihn zum Ehrenförderer, 2005 verlieh sie ihm den Status des Ehrensenators.

Berthold Beitz ist die erste Persönlichkeit, die mit der Kaiser Leopold I.-Medaille geehrt wird. Die Medaille wird fortan an Personen des öffentlichen Lebens verliehen, die sich um die Leopoldina und die Wissenschaft als Ganzes verdient gemacht haben. Die Vorderseite der Medaille zeigt ein Bildnis Kaiser Leopolds I., die Rückseite trägt die Aufschrift „Mit besonderem Dank – Die Leopoldina“. Mit der Medaille erinnert die Leopoldina an ihren Namensgeber Kaiser Leopold I., der die Akademie im Jahr 1687, mit besonderen Privilegien ausstattete – unter anderem mit der völligen Zensurfreiheit für ihre Publikationen. Damit schuf er bereits vor 325 Jahren als einer der ersten großen Förderer die Grundlage für das erfolgreiche wissenschaftliche Wirken der Leopoldina.

Berthold Beitz erhält die Kaiser Leopold I.-Medaille am kommenden Dienstag in der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung auf Villa Hügel in Essen. Die Auszeichnungen überbringen Leopoldina-Präsident Professor Jörg Hacker, Leopoldina-Vizepräsidentin Professor Bärbel Friedrich und Leopoldina-Altpräsident Professor Volker ter Meulen.

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