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Acta Historica Leopoldina

Wissenschaftsakademien im Zeitalter der Ideologien

Bd. 64

Politische Umbrüche – wissenschaftliche Herausforderungen – institutionelle Anpassungen

 

 

Herausgegeben von Rüdiger vom Bruch (Berlin), Sybille Gerstengarbe (Halle/Saale), Jens Thiel (Berlin) und Simon Renkert (Berlin)

(2014, 507 Seiten, 12 Abbildungen, 3 Tabellen, 27.95 Euro, ISBN: 978-3-8047-3243-8, ISSN: 0001-5857)

Zu den angesehensten wissenschaftlichen Einrichtungen gehören die Akademien der Wissenschaften. Sie wurden in besonderer Weise in die verschiedenen politischen Umbruchprozesse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hineingezogen. Obwohl die Akademien von einer konservativen Grundtendenz mit wenig Hang zu Veränderung gekennzeichnet waren, veränderten sich die Einflussmöglichkeiten und das Institutionengefüge. Neben den deutschen Wissenschaftsakademien werden hier auch die Akademien in Österreich und Polen sowie die vielfältige Akademienlandschaft Skandinaviens untersucht. Der Band beschreibt außerdem Innovationsprozesse, etwa die Etablierung der Vertreter neuer Fächer, und den Umgang mit den Erwartungen der Öffentlichkeit. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Jahre der Weimarer Republik und des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland. Hier wird der Wandel der Führungsprinzipien am Beispiel der Akademiepräsidenten ausführlich dargestellt und der unwürdige Umgang der Akademien mit ihren jüdischen Mitgliedern aufgearbeitet. Eine weitere Perspektive liefert die Analyse des Wirkens von Akademiemitgliedern, die während der Zeit der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs in Verbrechen verwickelt waren.

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