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Akademie

Geschichte der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Im Rahmen des Forschungsprojekts zur Geschichte der Leopoldina, der heutigen Deutschen Nationalakademie, wird die Geschichte dieser Wissenschaftsakademie im späten 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht. Konzipiert als "Biographie" einer wissenschaftlichen Institution, werden sowohl die gesellschaftlichen, sozialen, politischen, wissenschaftspolitischen und wissenschaftsgeschichtlichen Kontexte als auch die spezifischen Merkmale der Entwicklung dieser Akademie berücksichtigt.

Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Sonderrolle der Leopoldina im Gefüge der deutschen Wissenschaftsakademien gewidmet; entscheidende Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

Am Beispiel der Leopoldina soll die für die Akademiegeschichtsschreibung aufgestellte These vom generellen Bedeutungsverlust der deutschen Akademien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts überprüft werden. Ausgehend von den tiefgreifenden Veränderungen der Wissenschaftslandschaft um und nach 1900 werden die Wechselbeziehungen von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie das Wirken der Akademie im internationalen, nationalen, regionalen und urbanen Kontext untersucht. Schwerpunkte der Untersuchung werden die Entwicklung der Leopoldina in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der SBZ und frühen DDR sowie die Rolle des Leopoldina-Präsidenten Emil Abderhalden sein.

Angestoßen hat das Projekt die Leopoldina. Eine Arbeitsgruppe rund um Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch an der Humboldt-Universität Berlin bearbeitet das Projekt. Das Vorhaben wird zusätzlich von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung gefördert.

Projektleiter

  • Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch
    Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin

Bearbeiter

  • Dr. Sybille Gerstengarbe
    Leopoldina
  • Dr. Jens Thiel
    Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin
  • Simon Renkert M.A.
    Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin

Wissenschaftlicher Beirat

  • Prof. Mitchell Ash, Institut für Geschichte der Universität Wien, Prof. für Neuere Geschichte
  • Prof. Wolfgang U. Eckart, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg
  • Prof. Moritz Epple, Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte, Historisches Seminar der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Jürgen Kocka, Internationales Graduiertenkolleg, „Arbeit und Lebenslauf“, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Brigitte Lohff, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover
  • Prof. Volker Roelcke, Institut für Geschichte der Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Prof. Margit Szöllösi-Janze, Historisches Seminar, Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Helmuth Trischler, Museumsleitung Bereich Forschung, Deutsches Museum München

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Dr. Sybille Gerstengarbe

Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts der Humboldt-Universität Berlin zur Geschichte der Leopoldina

Tel. 0345 - 47 239 - 131
Fax 0345 - 47 239 - 139
E-Mail sybille.gerstengarbe @leopoldina.org