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Der vernetzte Bürger

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Wie verändert die digitale Revolution unsere Demokratie? Gemeinsame Leopoldina-Lecture mit der VolkswagenStiftung.

Datum: Mittwoch, 10. Februar 2016
Uhrzeit: 19:00 bis 21:00
Ort: Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover

Das Aufkommen des Internets war von großen Hoffnungen für eine bessere Partizipation von Bürgern an demokratischen Prozessen begleitet. Die Möglichkeiten des offenen Informationsaustauschs, des nicht-privilegierten Zugangs zu Informationen, der unkomplizierten Kommunikation und Vernetzung wurden als große Chancen für eine aufgeklärte Meinungsbildung und eine verstärkte Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen angesehen.

Inzwischen sind die digitalen Technologien in ihrer Entwicklung weit über das hinausgegangen, was man sich in den Anfangszeiten des Internet vor nur 20 Jahren hätte vorstellen können. Die digitale Vernetzung der Menschen und inzwischen zunehmend auch der sie umgebenden Objekte reicht in nahezu alle Lebensbereiche und ist fast ununterbrochen präsent. Das prägt die Menschen in ihrem alltäglichen Verhalten und bringt neue Formen der Kommunikation mit sich. Zu den Folgen dieser „digitalen Revolution“ zählt dabei jedoch auch eine zunehmende Transparenz des Verhaltens jedes Einzelnen. Denn jede Form der Interaktion über digitale Medien ist prinzipiell speicherbar, nachvollziehbar und auswertbar. So stellen Internet, soziale Netzwerke und digital vernetzte Endgeräte nicht nur einen unüberschaubaren Fundus an Informationen, Services und Kommunikationswegen für den Nutzer bereit, sondern bieten zugleich auch die Möglichkeit, eine enorme Menge an Daten über jeden, der mit ihnen in Berührung kommt, zu sammeln, zu speichern und auszuwerten.

Mit der Verfügungsgewalt über diese Daten, die zumeist bei privaten Wirtschaftsunternehmen liegt, geht eine große Verantwortung und eine große Macht einher, da die Unternehmen die Informationen, die sie über ihre Nutzer generieren, direkt wieder in ihre Dienstleistungen einfließen lassen können. Über die Bereitstellung spezifischer Informationen, die an die Interessen eines Nutzers angepasst sind (wie zum Beispiel  personalisierte Nachrichten), lässt sich nicht nur dessen Verhalten, sondern auch seine Meinungsbildung beeinflussen. Können über solche Entwicklungen auch politische Prozesse gesteuert werden? Wie begegnen Staaten den neu entstandenen Machtstrukturen? Welche Folgen hat die Digitalisierung für unsere Demokratie?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Leopoldina-Lectures in Herrenhausen“ statt, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die VolkswagenStiftung gemeinsam organisieren.


Foto © ellagrin fotolia

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