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Akademiengeschichte im 20. Jahrhundert

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Die Leopoldina und andere Akademien zwischen Kaiserreich und früher DDR

Datum: Dienstag, 31. Mai 2016
Uhrzeit: 14:00 bis 18:00
Ort: Leopoldina, Vortragssaal, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Um und nach 1900 unterlag die Wissenschaftslandschaft tiefgreifenden Veränderungen. Unter Leitung des Wissenschaftshistorikers Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch (Humboldt-Universität zu Berlin) erforschte die unabhängige Arbeitsgruppe zur „Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ die Geschichte der Akademie in dieser wechselhaften Zeit. Anlässlich der Veröffentlichung des Ergebnisbands „Die Leopoldina. Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ (Berlin: bebra Verlag, 2016) wirft das Symposium einen vergleichenden Blick auf die Geschichte europäischer Akademien.

Im ersten Teil stellt Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch die Monografie „Die Leopoldina. Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ vor, gefolgt von einer Besprechung des Buches durch  Prof. Dr. Bettina Wahrig (Braunschweig). Anschließend richtet Dr. Udo Wennemuth (Karlsruhe) den historisch vergleichenden Blick auf einzelne Aspekte der Geschichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und spricht über die Geschichte der Akademie in der Weimarer Republik und ihre Gleichschaltung nach der NS-Machtübernahme 1933. Über die NS- und Entnazifizierungsgeschichte der Österreichischen Akademie berichtet im Anschluss PD Dr. Johannes Feichtinger (Wien).

Im zweiten Teil des Symposiums werden zwei Referate neue akademiengeschichtliche Forschungsprojekte vorstellen, die am Leopoldina-Studienzentrum koordiniert werden. Die Projektbearbeiter erforschen in internationalem Vergleich die Rolle europäischer Akademien während des ersten Weltkriegs und das Engagement von Leopoldina-Mitgliedern in der NS-Diktatur (Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart, Mitglied der Leopoldina, Heidelberg). Ein von dem Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Paul J. Weindling (Oxford) geleitetes und an der Leopoldina verankertes Forschungsprojekt befasst sich mit den Opfern nationalsozialistischer Zwangsforschung im Nationalsozialismus und der Wiederherstellung ihrer Identitäten. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Anneliese-Maier-Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert.

Die Monografie „Die Leopoldina. Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ ist das Ergebnis einer an der Berliner Humboldt-Universität angesiedelten unabhängigen Projektgruppe, die auf Initiative der Leopoldina 2010 eingerichtet und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wurde. Die Autoren, Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Dr. Sibylle Gerstengarbe und Dr. Jens Thiel, legen damit eine differenzierte Bewertung der Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor.

Bild: Festsitzung der Leopoldina zum naturwissenschaftlichen Werk Goethes 1929, ©Leopoldina-Archiv

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Symposium steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

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Prof. Dr. Rainer Godel
Leiter des Leopoldina-Studienzentrums
E-Mail: rainer.godel@leopoldina.org
Tel.: 0345 / 47 239 -115

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