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Fishbowl-Diskussion: „Auf dem Weg zum Designerbaby? – Das Für und Wider der Präimplantationsdiagnostik“

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Gemeinsame Veranstaltung der Leopoldina mit dem Haus der Wissenschaft Braunschweig

Datum: Dienstag, 26. April 2011
Uhrzeit: 18:00 bis 19:30
Ort: Leopoldina, Vortragssaal, Emil-Abderhalden-Straße 36, 06108 Halle (Saale)

Soll es in Deutschland gesetzlich erlaubt oder verboten werden, genetische Untersuchungen an durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryonen vorzunehmen, um so das Risiko für die Geburt eines schwer kranken Kindes abschätzen zu können? Diese Frage wird vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidung im Deutschen Bundestag öffentlich kontrovers diskutiert.

So ist zum einen von Eugenik die Rede, von der Diskriminierung von Behinderten, von der Schaffung von „Designerbabys“, zum anderen von der freien Entscheidung der Eltern, gesunde Kinder zu bekommen, von der möglichen Verhinderung von Schwangerschaftsabbrüchen und Totgeburten sowie von der Bewahrung vor unnötigem Leid. Die Leopoldina hat sich im Januar dieses Jahres für eine Zulassung der PID in engen Grenzen und unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen. Aber es gibt auch viele andere Stimmen, die zeigen, wie schwer eine Entscheidung über die Zulassung der PID auch den Abgeordneten fallen wird.

Diskutieren Sie mit Experten in der Fishbowl-Diskussion das Für und Wider der PID.

Experten der Diskussionsrunde:

Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust
Professorin für medizinische Grundlagen der Pflege und Vorstandsmitglied der Lebenshilfe-Bundesvereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.

Prof. Dr. Peter Propping
Humangenetiker und Leiter der Leopoldina-Arbeitsgruppe „Prädiktive genetischen Diagnostik“

Prof. Dr. Klaus Tanner
Theologe, Ethiker und Mitglied der Leopoldina

Prof. Dr. Hans-Peter Zenner
HNO- und Krebsmediziner sowie Leiter der Leopoldina-Arbeitsgruppe zur PID

Moderation:
Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft

Das Fishbowl-Format ermöglicht jedem Teilnehmer, seine Meinung durch einen Platzwechsel einzubringen. In der Mitte der Diskussionsrunde („im Goldfischglas“) diskutieren die Experten. Möchte ein Zuschauer etwas zur Diskussion in der Mitte beitragen, kann er einen der beiden freien Plätze im Innenbereich einnehmen.

Die Fishbowl-Diskussion zum Thema PID findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres „Forschung für unsere Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Sie bildet den Auftakt für eine bundesweite, vom BMBF geförderte Diskussionsreihe mit dem Titel „Gesundheitsforschung kontrovers“, die das Haus der Wissenschaft Braunschweig zu verschiedenen Themen durchführt. Mehr Informationen und weitere Termine der Veranstaltungreihe „Gesundheitsforschung kontrovers“ im Haus der Wissenschaft Braunschweig.

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