Professor Dr Andreas Nieder
- Section Organismic and Evolutionary Biology
- Location Tübingen, Germany
- Election year 2024
Research
Forschungsschwerpunkte: Höhere Gehirnfunktionen, Lernen, Sprache, Repräsentation von Zahlen, Bewusstsein
Andreas Nieder ist ein deutscher Tierphysiologe und Neurobiologe, der die neuronalen Grundlagen höherer kognitiver Leistungen erforscht. In seinem Fokus steht die Repräsentation von Zahlen, Kategorien, Konzepten und Regeln sowie das Entstehen von Sprache und Bewusstsein. Mittels eines vergleichend-evolutionären Ansatzes untersucht er das Verhalten und die neuronalen Mechanismen bei verschiedenen intelligenten Tierarten sowie beim Menschen.
Sein Labor fokussiert sich auf die Untersuchung von Verhaltens- und Gehirnprozessen, die als nicht-symbolische Vorläufer für die menschenspezifischen symbolischen Repräsentationen dienen. Das Hauptziel ist es, Funktionen zu erforschen, die für die Entstehung unserer zentralen symbolischen Systeme – insbesondere der Zahlentheorie sowie der Sprache – von grundlegender Bedeutung sind.
Besonders interessiert den Grundlagenforscher, wie Nervenzellen im Gehirn von Tieren und Menschen Anzahlen, Zahlen und Rechenoperationen repräsentieren und diese mithilfe kognitiver Kontrollfunktionen verarbeiten. Andreas Nieder entdeckte spezielle „Zahlen-Neuronen“, die auf numerische Werte reagieren. Seine Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst Tiere ohne Sprachfähigkeiten ein grundlegendes Verständnis von Mengen besitzen.
Andreas Nieder beschäftigt sich auch mit der Frage des Bewusstseins bei Tieren. Er untersucht, ob Tiere eine Form von Wahrnehmungsbewusstsein besitzen und wie dieses im Gehirn repräsentiert wird. Seine Arbeiten in diesem Bereich greifen grundlegende philosophische Fragen zur Natur des Bewusstseins und seiner neuronalen Grundlage auf.
Mit seiner Arbeit erweitert Andreas Nieder unser Verständnis der evolutionären Ursprünge von Intelligenz und zeigt, dass kognitive Fähigkeiten wie numerisches Denken, Entscheidungsfindung und abstraktes Regelverständnis keineswegs exklusiv dem Menschen vorbehalten sind. Sein Ansatz trägt dazu bei, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in neuronalen Strukturen und Funktionen über verschiedene evolutionäre Linien hinweg zu identifizieren, mit dem Ziel, allgemeine physiologische Prinzipien zu entschlüsseln, die über die spezifische Anatomie einzelner Gehirne hinausgehen.
Andreas Nieder ist ein deutscher Tierphysiologe und Neurobiologe, der die neuronalen Grundlagen höherer kognitiver Leistungen erforscht. In seinem Fokus steht die Repräsentation von Zahlen, Kategorien, Konzepten und Regeln sowie das Entstehen von Sprache und Bewusstsein. Mittels eines vergleichend-evolutionären Ansatzes untersucht er das Verhalten und die neuronalen Mechanismen bei verschiedenen intelligenten Tierarten sowie beim Menschen.
Sein Labor fokussiert sich auf die Untersuchung von Verhaltens- und Gehirnprozessen, die als nicht-symbolische Vorläufer für die menschenspezifischen symbolischen Repräsentationen dienen. Das Hauptziel ist es, Funktionen zu erforschen, die für die Entstehung unserer zentralen symbolischen Systeme – insbesondere der Zahlentheorie sowie der Sprache – von grundlegender Bedeutung sind.
Besonders interessiert den Grundlagenforscher, wie Nervenzellen im Gehirn von Tieren und Menschen Anzahlen, Zahlen und Rechenoperationen repräsentieren und diese mithilfe kognitiver Kontrollfunktionen verarbeiten. Andreas Nieder entdeckte spezielle „Zahlen-Neuronen“, die auf numerische Werte reagieren. Seine Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst Tiere ohne Sprachfähigkeiten ein grundlegendes Verständnis von Mengen besitzen.
Andreas Nieder beschäftigt sich auch mit der Frage des Bewusstseins bei Tieren. Er untersucht, ob Tiere eine Form von Wahrnehmungsbewusstsein besitzen und wie dieses im Gehirn repräsentiert wird. Seine Arbeiten in diesem Bereich greifen grundlegende philosophische Fragen zur Natur des Bewusstseins und seiner neuronalen Grundlage auf.
Mit seiner Arbeit erweitert Andreas Nieder unser Verständnis der evolutionären Ursprünge von Intelligenz und zeigt, dass kognitive Fähigkeiten wie numerisches Denken, Entscheidungsfindung und abstraktes Regelverständnis keineswegs exklusiv dem Menschen vorbehalten sind. Sein Ansatz trägt dazu bei, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in neuronalen Strukturen und Funktionen über verschiedene evolutionäre Linien hinweg zu identifizieren, mit dem Ziel, allgemeine physiologische Prinzipien zu entschlüsseln, die über die spezifische Anatomie einzelner Gehirne hinausgehen.
Career
- seit 2009 Direktor, Institut für Neurobiologie, Fakultät für Biologie, Eberhard Karls Universität Tübingen
- seit 2008 Professor für Tierphysiologie, Institut für Neurobiologie, Fakultät für Biologie, Eberhard Karls Universität Tübingen
- 2003-2008 Leiter, Unabhängige DFG-Nachwuchsgruppe, Abteilung Kognitive Neurologie, Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung (HIH), Medizinische Fakultät, Eberhard Karls Universität Tübingen
- 2000-2003 Postdoktorand, Department of Brain and Cognitive Sciences, Picower Center for Learning and Memory, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, USA
- 1999 Promotion zum Dr. rer. nat. in Neurobiologie, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
- 1995 Diplom in Biologie mit Hauptfach Zoologie, Technische Universität München (TUM)
Functions
- seit 2023 Sprecher, Sektion „Systemneurobiologie“, Neurowissenschaftliche Gesellschaft (NWG)
- seit 2023 Mitglied, Editorial Board, Philosophical Transactions of the Royal Society B
- seit 2019 Stellvertretender Sprecher, Tübingen Neuro Campus, Eberhard Karls Universität Tübingen
- seit 2015 Mitglied, International Neuropsychological Society (INS)
- seit 2012 Kooptiertes Mitglied, Medizinische Fakultät, Eberhard Karls Universität Tübingen
Projects
- seit 2021 Antragsteller, Forschungsgruppe (FOR) 5159 „Aufschlüsselung präfrontaler Netzwerke der kognitiven Flexibilität“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
- seit 2020 Antragsteller, Schwerpunktprogramm (SPP) 2205 „Evolutionäre Optimierung neuronaler Systeme“, DFG
- 2013-2023 Antragsteller, Forschungsgruppe (FOR) 1847 „Physiologische Grundlagen verteilter Informationsverarbeitung als Grundlage höherer Hirnleistungen nicht humaner Primaten“, DFG
- 2007-2019 Beteiligter Wissenschaftler, Exzellenzcluster (EXC) 307 „Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)“, DFG
- 2003-2009 Leiter, Unabhängige Nachwuchsgruppe, Sonderforschungsbereich (SFB) 550 „Erkennen, Lokalisieren, Handeln: Neurokognitive Mechanismen und ihre Flexibilität“, DFG
Honours and Memberships
- 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2009-2014 Preis für gute Lehre, Graduate School of Neural & Behavioural Sciences, Eberhard Karls Universität Tübingen
- 2004 Career Development Award, Human Frontier Science Program (HFSP), International Human Frontier Science Program Organization (HFSPO)
- 2003 Novartis-Preis, Neurowissenschaftliche Gesellschaft, Berlin
- 2001 Young Investigator Award, International Society for Neuroethology (ISN)
- 1999 Borchers Plakette, Freunde und Förderer der RWTH Aachen, Aachen