Ernst Ferdinand Nolte (✝︎)
- Election year 1864
Research
Career
Nach einer Apothekerlehre in Goslar studierte Ernst Ferdinand Nolte ab 1813 Medizin an der Universität Göttingen. Nebenbei trieb er botanische Studien und unternahm mehrfach Exkursionen durch Norddeutschland.
1817 wurde Nolte zum Dr. med. promoviert und setzte seine Ausbildung danach an der Berliner Charité fort. Auch dort forschte er neben seiner medizinischen Tätigkeit im Bereich der Botanik, unter anderem gemeinsam mit dem späteren Kurator des Königlichen Herbariums, Diederich Schlechtendal.
Ein Jahr später verließ Nolte Berlin und war vorübergehend als Assistent des Botanikers Ernst Meyer an der Universität Göttingen tätig. 1820 lernte er den dänischen Botaniker Jens Wilken Hornemann kennen, der an der Universität Kopenhagen eine Professur innehatte und das botanische Tafelwerk „Flora Danica“ herausgab. Nolte wurde einer seiner Mitarbeiter und erforschte zwischen 1821 und 1823 mit Unterstützung der dänischen Regierung die Elbherzogtümer und Lauenburg. Auf Wunsch Hornemanns zog Nolte 1824 nach Kopenhagen. Dort erschien ein Jahr später seine erste botanische Forschungsarbeit über die Pflanzengattungen „Stratiotes“ und „Sagittaria“. Sie wurde von der Gesellschaft für Wissenschaft in Kopenhagen mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet.
1826 folgte Nolte dem Ruf auf eine Professur für Botanik in an die Universität Kiel. Dort wurde er außerdem Direktor des Botanischen Gartens. Die Einrichtung erfuhr unter seiner Leitung großen Aufschwung. Besonders wichtig waren Nolte dabei die Anlage und Vergrößerung des Herbariums der Universität. 1873 ging er in den Ruhestand.
Honours and Memberships
Ernst Ferdinand Nolte wurde 1864 in die Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.