Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner (✝︎)
- Section Economics and Empirical Social Sciences
- Location St. Gallen, Switzerland
- Election year 2001
Research
Forschungsschwerpunkte: Ökonomik, neue politische Ökonomie, Wirtschaftsethik, wirtschafts-politische Beratung, föderale Systeme, Staatsschulden, Schuldenbremse
Gerhard Kirchgässner war ein deutscher Ökonom. Schwerpunkt seiner Forschung war die neue politische Ökonomie, die angewandte Ökonometrie sowie alle Aspekte der Finanzwissenschaft. Er beschäftigte sich außerdem mit Wirtschafts- und Finanzpolitik, Fragen der Wirtschaftsethik und Theorien wirtschaftspolitischer Beratung.
Gebhard Kirchgässner beschäftigte sich mit der Finanzpolitik föderaler Systeme und fragte, wie in einem föderalen Staat Nachhaltigkeit in der Finanzpolitik erreicht werden kann. Vor diesem Hintergrund untersuchte er die Ursachen und Grenzen von Staatsschulden sowie die Wirkung einer Schuldenbremse, die übermäßige Staatsschulden verhindern soll. Die neue politische Ökonomie (NPÖ) umfasst Theorien und Forschungsgebiete, die politisches Verhalten und Entscheidungsprozesse mit der Methodik der Ökonomie erklären. So werden der Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung auf das Wahlverhalten untersucht oder politische Konjunkturzyklen analysiert.
Gebhard Kirchgässner hat die empirische Forschung zu Föderalismus und Fiskalpolitik etabliert und schuf eine Verbindung zwischen Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft. So hat er sich mit dem Wirken von Ökonominnen und Ökonomen und deren Einfluss auf die Politik beschäftigt. Kirchgässner untersuchte die Rolle von Sachverständigenräten und ihren Prognosen. Er forderte Transparenz in der ökonomischen und wissenschaftlichen Politikberatung. Gutachten müssten wissenschaftliche Standards einhalten sowie Auftraggeber, Finanzierungsquellen und Daten offenlegen. Weitere Forschungsthemen waren direkte Demokratie und Wirtschaftsethik.
In Aufsätzen und Bücher („Homo oeconomicus“) lotete Kirchgässner die Grenzen des Modells individuellen rationalen Verhaltens aus, das Grundlage der modernen ökonomischen Theorie ist.
Gerhard Kirchgässner war ein deutscher Ökonom. Schwerpunkt seiner Forschung war die neue politische Ökonomie, die angewandte Ökonometrie sowie alle Aspekte der Finanzwissenschaft. Er beschäftigte sich außerdem mit Wirtschafts- und Finanzpolitik, Fragen der Wirtschaftsethik und Theorien wirtschaftspolitischer Beratung.
Gebhard Kirchgässner beschäftigte sich mit der Finanzpolitik föderaler Systeme und fragte, wie in einem föderalen Staat Nachhaltigkeit in der Finanzpolitik erreicht werden kann. Vor diesem Hintergrund untersuchte er die Ursachen und Grenzen von Staatsschulden sowie die Wirkung einer Schuldenbremse, die übermäßige Staatsschulden verhindern soll. Die neue politische Ökonomie (NPÖ) umfasst Theorien und Forschungsgebiete, die politisches Verhalten und Entscheidungsprozesse mit der Methodik der Ökonomie erklären. So werden der Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung auf das Wahlverhalten untersucht oder politische Konjunkturzyklen analysiert.
Gebhard Kirchgässner hat die empirische Forschung zu Föderalismus und Fiskalpolitik etabliert und schuf eine Verbindung zwischen Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft. So hat er sich mit dem Wirken von Ökonominnen und Ökonomen und deren Einfluss auf die Politik beschäftigt. Kirchgässner untersuchte die Rolle von Sachverständigenräten und ihren Prognosen. Er forderte Transparenz in der ökonomischen und wissenschaftlichen Politikberatung. Gutachten müssten wissenschaftliche Standards einhalten sowie Auftraggeber, Finanzierungsquellen und Daten offenlegen. Weitere Forschungsthemen waren direkte Demokratie und Wirtschaftsethik.
In Aufsätzen und Bücher („Homo oeconomicus“) lotete Kirchgässner die Grenzen des Modells individuellen rationalen Verhaltens aus, das Grundlage der modernen ökonomischen Theorie ist.
Career
- 1998 Gastprofessor, Max-Planck-Projektgruppe „Recht der Gemeinschaftsgüter“, Bonn, Max-Planck-Gesellschaft
- 1992-2013 Professor für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie und Direktor, Schweizerisches Institut für Außenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW), Universität St. Gallen, St. Gallen, Schweiz
- 1984-1992 Professor für Volkswirtschaftslehre/Finanzwissenschaft, Universität Osnabrück
- 1982 Habilitation für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Zürich, Schweiz
- 1981 Habilitation für Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie, Universität Konstanz
- 1977-1984 Oberassistent, Institut für Wirtschaftsforschung der ETH Zürich, Zürich, Schweiz
- 1976-1977 Wissenschaftlicher Assistent, Universität Konstanz
- 1976 Promotion zum Dr. rer. soc., Universität Konstanz
- 1973 Diplomvolkswirt, Universität Konstanz
- 1970-1976 Studium der Wirtschaftswissenschaft und Statistik, Universität Konstanz
Functions
- 2008-2011 Präsident, Schweizerische Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik, Schweiz
- 2004-2007 Präsident, Kommission für Konjunkturfragen, Schweiz
- seit 2004 Mitglied, Editorial Board, International Economics and Economic Policy
- seit 2004 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Deutsches Institut für Sachunmittelbare Demokratie, Dresden
- 2003-2005 Präsident, European Public Choice Society
- seit 2000 Mitherausgeber, Finanzarchiv
- 1999-2001 Vorstand (Dekan), Volkswirtschaftliche Abteilung, Universität St. Gallen, St. Gallen, Schweiz
- 1998-2000 Präsident, Advisory Board „Steuerpolitik“, Eidgenössisches Finanzdepartement, Schweiz
- 1997-2003 Mitglied, Kommission für Konjunkturfragen, Schweiz
- seit 1992 Mitherausgeber, Schriftenreihe Scientia Nova
Honours and Memberships
- 2011 Ehrendoktorwürde, Universität Freiburg, Freiburg, Schweiz
- 2003 Gillespie-West-Scholarship, Department of Economics, Carleton University, Ottawa, Kanada
- 2003 Gastwissenschaftler, Research School of Social Sciences, Australian National University, Canberra, Australien
- seit 2001 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2001 Research Fellow, CESifo Network