Professor Dr Tobias Kippenberg
- Section Physics
- Location Lausanne, Switzerland
- Election year 2024
Research
Forschungsschwerpunkte: Quanten-Optomechanik, integrierte nichtlineare Photonik
Tobias Kippenberg ist ein deutscher Physiker. Er befasst sich mit der Quantenphotonik, einer Wissenschaft, die sich mit der Anwendung quantenmechanischer Phänomene zur Kontrolle und Manipulation von Licht beschäftigt. Insbesondere die Quanten-Interaktion des Lichts mit einem mechanischen Oszillator, die sogenannte Quanten-Optomechanik, steht in seinem Fokus. Die Anwendungen reichen von grundlegenden Tests der Quantenmechanik bis hin zu künftigen Quantensensoren. Tobias Kippenberg gelang zudem die Entdeckung einer neuen Methode zur Erzeugung optischer Frequenzkämme.
Die Entdeckung, dass Licht und mechanische Bewegung durch Strahlungsdruck in Mikrokavitäten gekoppelt sind, eröffnete die Möglichkeit, mechanische Systeme zu manipulieren, zu messen und bis in den Quantenbereich zu kühlen. Das rückt neue Anwendungen in die Nähe, woran Tobias Kippenberg forscht. Mikro- und nanomechanische Oszillatoren sind in Wissenschaft und Technik allgegenwärtig. Eingesetzt werden sie in der Zeitmessung, als Filter in Mobiltelefonen, als MEMS-Beschleunigungsmesser in Telefonen, in Rasterkraftmikroskopen oder in großen Pendelspiegeln, die in Gravitationswellendetektoren verwendet werden.
Seit Langem stellt die Quantenkontrolle von mikro- und nanomechanischen Oszillatoren eine Herausforderung dar. Tobias Kippenberg verfolgt deshalb gezielt Lösungsansätze und erforscht das Feld der Quanten-Optomechanik. Dieses Teilgebiet der Physik hat einen neuen Werkzeugkasten eröffnet, mit dem die Bewegung vibrierender nano- und mikromechanischer Oszillatoren gekühlt, gemessen und im Quantenbereich manipuliert werden kann – was sogar die Verschränkung zweier nano-mechanischer Oszillatoren ermöglicht. Tobias Kippenberg ist Pionier auf dem Gebiet der Hohlraum-(Quanten-)Optomechanik, mit der die Manipulation im Quantenbereich heute erreicht wird.
Die Entwicklung optischer Frequenzkämme hat die Zählung der Lichtzyklen ermöglicht und zu dramatischen Fortschritten in der Zeitmessung, Metrologie und Spektroskopie geführt. 2007 entdeckte die Gruppe um Tobias Kippenberg eine neue Methode zur Erzeugung optischer Frequenzkämme durch parametrische Frequenzumwandlung. Diese unerwartete Beobachtung brach mit dem herkömmlichen Dogma, dass optische Kämme nur mit modengekoppelten gepulsten Laserquellen erzeugt werden können. Die Entdeckung von Mikroresonator-Frequenzkämmen ermöglichte die Synthese optischer Kämme in kompakten Geräten, die auf einem Chip mikrogefertigt werden können, mit beispiellos hohen Wiederholraten im technologisch relevanten Gigahertz-Bereich.
Tobias Kippenberg ist ein deutscher Physiker. Er befasst sich mit der Quantenphotonik, einer Wissenschaft, die sich mit der Anwendung quantenmechanischer Phänomene zur Kontrolle und Manipulation von Licht beschäftigt. Insbesondere die Quanten-Interaktion des Lichts mit einem mechanischen Oszillator, die sogenannte Quanten-Optomechanik, steht in seinem Fokus. Die Anwendungen reichen von grundlegenden Tests der Quantenmechanik bis hin zu künftigen Quantensensoren. Tobias Kippenberg gelang zudem die Entdeckung einer neuen Methode zur Erzeugung optischer Frequenzkämme.
Die Entdeckung, dass Licht und mechanische Bewegung durch Strahlungsdruck in Mikrokavitäten gekoppelt sind, eröffnete die Möglichkeit, mechanische Systeme zu manipulieren, zu messen und bis in den Quantenbereich zu kühlen. Das rückt neue Anwendungen in die Nähe, woran Tobias Kippenberg forscht. Mikro- und nanomechanische Oszillatoren sind in Wissenschaft und Technik allgegenwärtig. Eingesetzt werden sie in der Zeitmessung, als Filter in Mobiltelefonen, als MEMS-Beschleunigungsmesser in Telefonen, in Rasterkraftmikroskopen oder in großen Pendelspiegeln, die in Gravitationswellendetektoren verwendet werden.
Seit Langem stellt die Quantenkontrolle von mikro- und nanomechanischen Oszillatoren eine Herausforderung dar. Tobias Kippenberg verfolgt deshalb gezielt Lösungsansätze und erforscht das Feld der Quanten-Optomechanik. Dieses Teilgebiet der Physik hat einen neuen Werkzeugkasten eröffnet, mit dem die Bewegung vibrierender nano- und mikromechanischer Oszillatoren gekühlt, gemessen und im Quantenbereich manipuliert werden kann – was sogar die Verschränkung zweier nano-mechanischer Oszillatoren ermöglicht. Tobias Kippenberg ist Pionier auf dem Gebiet der Hohlraum-(Quanten-)Optomechanik, mit der die Manipulation im Quantenbereich heute erreicht wird.
Die Entwicklung optischer Frequenzkämme hat die Zählung der Lichtzyklen ermöglicht und zu dramatischen Fortschritten in der Zeitmessung, Metrologie und Spektroskopie geführt. 2007 entdeckte die Gruppe um Tobias Kippenberg eine neue Methode zur Erzeugung optischer Frequenzkämme durch parametrische Frequenzumwandlung. Diese unerwartete Beobachtung brach mit dem herkömmlichen Dogma, dass optische Kämme nur mit modengekoppelten gepulsten Laserquellen erzeugt werden können. Die Entdeckung von Mikroresonator-Frequenzkämmen ermöglichte die Synthese optischer Kämme in kompakten Geräten, die auf einem Chip mikrogefertigt werden können, mit beispiellos hohen Wiederholraten im technologisch relevanten Gigahertz-Bereich.
Career
- seit 2013 Ordentlicher Professor für Physik und Elektrotechnik, École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), Lausanne, Schweiz
- 2010-2021 Assoziierter Professor für Physik und Elektrotechnik, EPFL, Lausanne, Schweiz
- 2008-2010 Assistenzprofessor für Physik und Elektrotechnik, EPFL, Lausanne, Schweiz
- 2009 Habilitation, Physik, Ludwig-Maximilians-Universität München
- 2005-2008 Leiter, Nachwuchsforschungsgruppe, Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching
- 2004-2005 Postdoktorand, California Institute of Technology (Caltech), Pasadena, USA
- 2004 Promotion in Applied Physics, Caltech, Pasadena, USA
- 2000-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Caltech, Pasadena, USA
- 2000 Master of Science, Applied Physics, Caltech, Pasadena, USA
- 1998 BA in Physik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
- 1998 BA in Elektrotechnik, RWTH Aachen
Functions
- seit 2018 Mitglied, Steering Committee, Center of MicroNanoTechnology (CMI), EPFL, Lausanne, Schweiz
- 2018-2020 Mitglied, Committee of Academic Evaluation (CEAE), EPFL, Lausanne, Schweiz
Projects
- 2017-2021 Koordinator, Projekt „Hybrid Optomechanical Technologies“, FET, H2020, EU
- 2016-2020 Koordinator, Marie Skłodowska-Curie Action „OMT – Optomechanical Technologies“, H2020, EU
- 2012-2016 Koordinator, Projekt „CQOM Cavity Quantum Optomechanics“, 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP), EU
Honours and Memberships
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2024 Internationales Mitglied, National Academy of Engineering (NAE), USA
- 2023 Mitglied, Swiss Academy of Engineering Sciences (SATW), Schweiz
- 2021 R. W. Wood Prize, Optica, Washington D.C., USA
- 2018 Zeiss Research Award, Carl-Zeiss-Stiftung, Stuttgart
- 2015 Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preis, Otto-Klung-Stiftung, Berlin sowie Dr. Wilhelmy-Stiftung, Berlin
- 2014 Schweizer Wissenschaftspreis Latsis, Internationale Latsis-Stiftung, Genf, Schweiz sowie Schweizerischer Nationalfonds (SNF), Schweiz
- 2011 European Frequency and Time Forum (EFTF) Young Scientist Award, Société Française des Microtechniques et de Chronométrie (SFMC), Frankreich
- 2009 Fresnel Prize, Quantum Electronics and Optics Division (QEOD), European Physical Society
- 2009 Helmholtz-Preis für Metrologie, Helmholtz-Fonds, Braunschweig