Die Verantwortung der Wissenschaften: Welche Technologie könnte sich als die nächste Atombombe herausstellen?
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In Christopher Nolans Film „Oppenheimer“ von 2023, der die Geschehnisse rund um den Bau der ersten Atombombe im Rahmen des Manhattan-Projekts auf dramatische Weise beschreibt, werden grundlegende Fragen zur Verantwortung der Wissenschaften aufgeworfen, die nichts an Aktualität verloren haben:
- Lässt sich die Tragweite technologischer Entwicklungen absehen und wie lassen sich Missbrauchspotenziale von Forschung rechtzeitig erkennen und minimieren?
- Wie reflektieren Forschende zur doppelten Verwendbarkeit ihrer Ergebnisse und Methoden für nützliche und schädigende Zwecke sowie möglichen langfristigen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt?
- Welche Fragen können folgenreiche wissenschaftliche Innovationen im internationalen Kontext aufwerfen?
- Sollten wir Dinge, die wir aufgrund von Risikoüberlegungen als Gesellschaft nicht wollen, trotzdem erforschen, um sie besser zu verstehen?
Der Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion soll die oben genannten Fragen diskutieren. Prof. Dr. Britta Siegmund ML (Vizepräsidentin der DFG und Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses), Prof. Dr. Florian Kraus (Universität Marburg) und Dr. Alexander Blum (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte) werden mit dem Publikum erörtern, welche tagesaktuellen Fragen sich zur möglichen schädlichen Anwendung von Forschungsergebnissen stellen. Es soll auch darum gehen, was nationale und internationale Forschungseinrichtungen tun können, um Forschende bezüglich ethischer Fragen von Dual Use zu sensibilisieren und wie sich diese Fragen zur gesetzlich garantierten Wissenschaftsfreiheit in Deutschland verhalten.
ML = Mitglied der Leopoldina
Weitere Informationen und Anmeldung
Die Veranstaltung richtet sich an eine fachlich interessierte Öffentlichkeit.
Die Anmeldung ist geschlossen.
Der Eintritt ist frei. Der Einlass erfolgt ab 16:30 Uhr.
Kontakt
Annegret Ruprecht
Präsidialbüro
annegret.ruprecht(at)leopoldina.org