Therapie und Prävention von Infektionskrankheiten

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Das gemeinsame Symposium der Paul-Martini-Stiftung und der Leopoldina richtet den Fokus auf aktuelle Gefährdungen und neue Strategien in der Prävention und Therapie von Infektionskrankheiten.
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  • Location Berlin

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Die Eindämmung von Infektionskrankheiten durch Hygiene, Gabe von Antiinfektiva sowie durch Vakzinierung war in den letzten 150 Jahren überaus erfolgreich. Diese Maßnahmen haben wesentlich zum Erreichen der jetzigen hohen Lebenserwartung und entscheidend zum Erreichen unserer beachtlichen Lebensqualität beigetragen. Infektionskrankheiten sind jedoch ein „moving target“, und frühere Erfolge in Therapie und Prävention sind, wenn wir nicht immer wieder adäquat reagieren, gefährdet. Die aktuellen Gefährdungen sind leicht benannt:
  • drohender Verlust der Antibiotika-Wirksamkeit durch Ausbildung und Verbreitung von Resistenzen
  • nicht ausreichende Wirksamkeit der Antiinfektiva bei schweren Infektionen
  • globale Herausforderungen durch neue oder erneut auftretende Infektionskrankheiten sowie fehlende Vakzinen.
So steigt die Zahl der Fälle, in denen die verfügbaren Antibiotika nicht mehr wirken, und Organisationen und Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation, der G 8-Gipfel und der Europäische Ministerrat haben bereits mehrfach auf die Bedrohung durch Antibiotika- Resistenzen hingewiesen. In Deutschland legten die Akademie der Wissenschaften in Hamburg und die Leopoldina Anfang 2013 in ihrer Stellungnahme „Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven” eine umfassende Analyse einschließlich möglicher Gegenmaßnahmen vor. Das Symposium wird in einer aktuellen Bestandsaufnahme insbesondere die folgenden Fragen adressieren:
  • Was sind die aktuellen Entwicklungen bei Resistenzen gegen Antibiotika und wie können entsprechende Gegenstrategien aussehen?
  • Welche adjunktiven (immunologischen) Therapiemöglichkeiten bei schweren, durch Bakterien, Viren und Pilze ausgelösten Infektionen, die über die Gabe von Antiinfektiva hinausgehen, sind in der Entwicklung?
  • Welche neuen Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Tuberkulose und Malaria, welche Strategien zur Prävention von Influenza- und Pneumokokken- Infektionen?
In der Tradition der Paul-Martini-Stiftung wird das Symposium etablierte Präventions- und Therapiestandards mit einem Ausblick auf die Forschungsaktivitäten von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschenden Pharma-Unternehmen verbinden.

Die Paul-Martini-Stiftung

Die gemeinnützige Paul-Martini-Stiftung, Berlin, fördert die Arzneimittelforschung sowie die Forschung über Arzneimitteltherapie und intensiviert den wissenschaftlichen Dialog zwischen medizinischen Wissenschaftlern in Universitäten, Krankenhäusern, der forschenden Pharmaindustrie, anderen Forschungseinrichtungen und Vertretern der Gesundheitspolitik und der Behörden. Träger der Stiftung ist der vfa, Berlin, der als Verband derzeit 45 forschende Pharma-Unternehmen vertritt. Die Stiftung ist benannt nach dem Bonner Wissenschaftler und Arzt Professor Paul Martini (1889 – 1964) in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die klinisch-therapeutische Forschung.

Foto © fotoliaxrender

Kontakt

Barbara Schwalbach
Paul-Martini-Stiftung
Tel.: 030 / 20604-599
E-Mail: [email protected]

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Symposium richtet sich an ein Fachpublikum. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme bis zum 1. November 2014 an.

Zur Anmeldung

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