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Investitionsanreize setzen, Reservekapazitäten sichern: Optionen zur Marktintegration erneuerbarer Energien (2023)

Herausgegeben von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

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Stellungnahme des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“

  • Erneuerbare Energie
  • Klimawandel
  • Klimaschutz
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Publikationsdetails

  • Veröffentlichungsdatum 12.05.2023
  • Seitenanzahl 84

In seinem Ende 2022 veröffentlichten Zweijahresgutachten stellt der Expertenrat für Klimafragen fest, dass die bisherigen Emissionsreduktionsraten bei weitem nicht ausreichen, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Auch mit den bis 2021 implementierten Politikinstrumenten ist in keinem Sektor eine Zielerreichung in Sicht. Zudem sind durch die aktuelle Energiepreiskrise Themen wie Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie in den Vordergrund gerückt. Trotzdem sollte der Klimaschutz jetzt erst recht nicht in den Hintergrund geraten.

Wie kann eine klimaneutrale Energieversorgung gelingen? Dieser Frage hat sich eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) angenommen. Die Arbeitsgruppe hat dazu aktuelle Studien ausgewertet und eigene Szenarien berechnet.

Die Expertinnen und Experten sehen in Effizienz und Suffizienz zentrale Hebel, um die Energienachfrage zu reduzieren und damit Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Die gesamte Energieversorgung muss zudem auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen aber auch die schwer vermeidbaren Prozessemissionen aus der Industrie reduziert werden. Besonders wichtig sind dabei die energieintensiven Branchen Stahlerzeugung, Chemieindustrie und Zementproduktion, denn sie sind für einen Großteil der Emissionen verantwortlich. Nur im Dreiklang von Kreislaufwirtschaft, Materialeffizienz/-substitution und klimaneutralen Prozessen wird es aus Sicht der Expertinnen und Experten gelingen, die gesteckten Ziele für die Industrie zu erreichen.

Negativen Emissionen messen die Expertinnen und Experten in ihrer Studie einen unerlässlichen Beitrag zum Klimaschutz bei. Sowohl technische als auch landbasierte CO2-Entnahmeverfahren werden notwendig sein, um schwer vermeidbare Emissionen bis 2045 auszugleichen und Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen.

Für all diese Bereiche braucht es eine politische Gestaltung von Maßnahmen, die bestehende Marktmechanismen, allen voran die CO2-Bepreisung, ergänzt, etwa durch eine aktive Suffizienzpolitik. Nur im Zusammenspiel tiefgreifender Maßnahmen in allen Bereichen, so die Fachleute, kann die erforderliche umfassende Transformation des Energiesystems und der Industrie hin zur Klimaneutralität gelingen. Diese Strategien gleichzeitig zu verfolgen, kann dazu beitragen, Zielverfehlungen in einzelnen Teilbereichen durch Erfolge in anderen auszugleichen.

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