Veranstaltungen zur Wissenschaftsforschung
Mit verschiedenen Veranstaltungen fördert die Leopoldina Forschung, Reflexion und Austausch über Wissenschaft. Im Mittelpunkt stehen die Wissenschaftshistorischen Seminare, die ein monatliches Forum zur Vorstellung aktueller oder etablierter Forschung im wissenschaftshistorischen Kontext bieten.
Zuletzt bearbeitet: 18. März 2026
Wissenschaftshistorische Seminare
Am Traditionsstandort der Leopoldina, in unmittelbarer Nähe zu Archiv und Bibliothek, veranstaltet die Leopoldina für eine interessierte Allgemeinheit monatlich die Wissenschaftshistorischen Seminare als Ort des öffentlichen Wissenstransfers.
Die Wissenschaftshistorischen Seminare wurden von Leopoldina-Altpräsident Benno Parthier ins Leben gerufen und finden bereits seit 1999 an der Leopoldina statt. Sie bieten ein Forum, das über akademische Kreise hinaus die gesellschaftliche Teilhabe an wissenschaftlichen und wissenschaftshistorischen Diskursen ermöglicht.
Für die Vorträge der Seminarreihe lädt die Wissenschaftlichen Leitung, bestehend aus Prof. Dr. Christina Brandt ML, Prof. Dr. Bettina Hitzer und Prof. Dr. Friedrich Steinle ML, nationale und internationale Forschende der Wissenschaftsgeschichte ein.
Das Themenspektrum der Seminare ist, so wie das Projekt- und Tätigkeitsportfolio der ganzen Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion, vielseitig aufgestellt – von Akademien- über Medizin- bis hin zu Technikgeschichte und Geschichte der Naturwissenschaften.
Vorträge von Prof. Dr. Oliver Lubrich (Bern) zu Alexander von Humboldt als öffentlicher Intellektueller, von Dr. Sybille Anderl (Hamburg) zum Thema Dunkle Materie: Das große Rätsel der Kosmologie, von Sir Prof. Dr. David Clary (Oxford) zu Schrödinger und Heisenbergs Complicated Nominations for the Royal Society oder von Dr. Anne Sudrow (Berlin) mit dem Titel Heil.Kräuter.Kulturen: Forschungen zur ökologischen Landwirtschaft und wissenschaftliche Zwangsarbeit im KZ Dachau (1940 bis 1945), zogen in der Vergangenheit ein breites Publikum an.
Die Vorträge mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde finden in der Regel jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr, entweder im hybriden Modus im Lesesaal der Emil-Abderhalden-Straße 36 oder rein online, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Alle zwei Jahre wird im Rahmen der Wissenschaftshistorischen Seminare auch der Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte für herausragende Dissertationen verliehen und werden die ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem Vortrag eingeladen.
Eine Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle bereichert das jährliche November-Seminar und bringt zwei feste Institutionen der Stadt Halle für den wissenschaftlichen Austausch zusammen.
Impressionen von der Seminarreihe
Aktuelle Wissenschaftshistorische Seminare
Wissenschaftshistorische Seminare 7. Juli 2026 | 18:00 - 20:00 Entscheidung unter Physikern? Wandlungen in der Fachsektion Physik der Leopoldina im Nationalsozialismus ▸
Lesesaal der Leopoldina