Seit Beginn der Industrialisierung ist die mittlere globale Temperatur um mehr als 1 °C gestiegen, und ohne konsequenten Klimaschutz könnte sie in den nächsten Jahrzehnten um über 2 °C steigen. Die Forschung nutzt große Daten-Bestände, komplexe Klimamodelle und Szenarienanalysen, um Auswirkungen wie Extremwetter, Meeresspiegelanstieg und Treibhausgasbudgets zu quantifizieren. Außerdem werden technische, gesellschaftliche und politische Handlungsmöglichkeiten untersucht, um eine klimaneutrale und widerstandsfähige Zukunft zu gestalten.
Folgen des Klimawandels ▸
Die Folgen der globalen Erwärmung sind inzwischen in allen Regionen der Erde mess- und spürbar und stellen ein zunehmend hohes Risiko für den Menschen dar. An den Polkappen schmilzt das Eis, in tropischen Regionen gehen Korallenriffe verloren – und überall müssen die Menschen mit wachsenden Unsicherheiten und veränderten Lebensbedingungen zurechtkommen.
Klimaforscherinnen und -forscher nutzen Daten aus langen Zeitreihen, feinjustierte Klimamodelle und schnelle Großrechner, um die globale Erwärmung und ihre Folgen immer genauer abzuschätzen. Sie wollen verstehen, welche Effekte Treibhausgase und Aerosole auf das Klima haben, wann unumkehrbare Ereignisse wie das Abschmelzen der Eisschilde eintreten und wie groß das verbleibende Emissionsbudget für bestimmte Klimaziele ist.
Die politisch vorgegebenen Ziele sind klar: Bis 2030 sollen in der Europäischen Union (EU) die Emissionen von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent sinken, in Deutschland sogar um 65 Prozent. Bis 2050 muss die EU Netto-Null bei den Emissionen erreichen, Deutschland will das bis 2045 schaffen. Doch es reicht nicht, in einzelnen Bereichen oder Regionen Veränderungen bei der Nutzung von Energie und dem Verbrauch von kohlenstoffbasierten Energieträgern zu erzielen. Die Lösungen müssen systemisch und global sein – und sie greifen in alle Lebensbereiche hinein.