Frankreich
In Frankreich arbeitet die Leopoldina vor allem mit der Académie des sciences zusammen. Die beiden Akademien fördern den wissenschaftlichen Austausch, beispielsweise durch gemeinsam veranstaltete, hochrangig besetzte wissenschaftliche Symposien. Außerdem engagieren sie sich aktiv in der internationalen Politikberatung.
Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2026
Académie des sciences als zentraler Partner
Die Leopoldina und die Académie des sciences stärken den Austausch zwischen den wissenschaftlichen Communities in Deutschland und Frankreich. Die Partnerschaft wurde 2013 anlässlich des 50. Jahrestags des Élysée-Vertrags mit einem Memorandum of Understanding formalisiert und seither kontinuierlich ausgebaut. Beziehungen zu Frankreich bestanden schon lange davor: Bereits 1679 wurde der französische Mediziner Charles Patin als erstes Mitglied aus dem Ausland in die Leopoldina zugewählt. Auch heute sind rund 30 renommierte französische Forschende Mitglieder der Leopoldina.
Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit
Regelmäßig veranstalten die Leopoldina und die Académie des sciences hochrangige Symposien und Workshops, die das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen aufgreifen. Diese Formate dienen nicht nur dem wissenschaftlichen Austausch, sondern münden zum Teil auch in gemeinsame Aktivitäten der wissenschaftsbasierten Politikberatung, wie beispielsweise die 2018 veröffentlichten Empfehlungen für eine „Gemeinsame Deutsch-Französische Robotik-KI-Strategie“. Auch der Austausch zum Thema Wissenschaftsfreiheit wurde in den letzten Jahren intensiviert.
Multilaterale Kooperationsformate
Darüber hinaus arbeiten beide Akademien in der internationalen Politikberatung zusammen, insbesondere bei der Beratung der G7- und G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs. Ebenso engagieren sich die Leopoldina und die Académie des sciences gemeinsam in europäischen und internationalen Netzwerken wie EASAC, IAP oder ISC. Dort tragen sie gemeinsam zu globalen wissenschaftspolitischen Diskursen bei und setzen sich für die Stärkung der wissenschaftsbasierten Politik- und Gesellschaftsberatung ein.
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Kontakt Dr. Ruth Narmann