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Rohstoffe für die Energiewende: Wege zu einer sicheren und nachhaltigen Versorgung (2017)

Herausgegeben von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

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Stellungnahme des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“

  • Rohstoffabbau
  • Energiespeicher
  • Windenergie
  • Solarenergie
Zur Publikation (PDF)

Publikationsdetails

  • Veröffentlichungsdatum 08.02.2017
  • ISBN 978-3-8047-3664-1
  • DOI https://doi.org/10.26164/leopoldina_03_00480
  • Seitenanzahl 108
  • Anzahl Abbildungen 4
  • Anzahl Tabellen 1

Weltweit gibt es genügend Metalle und Energierohstoffe für die Energiewende. Die Versorgung hängt jedoch davon ab, wie sich die Rohstoffpreise entwickeln, wie transparent und zugänglich die Märkte sind und ob hohe Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau erzielt werden können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Stellungnahme des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS). Sie beschreibt, wie Deutschland unabhängiger von Rohstoffimporten werden kann und welche Maßnahmen dazu beitragen, die Versorgung langfristig zu sichern.

Für den Ausbau von Windparks, Solaranlagen, Speichern und intelligenten Netzen müssen immer mehr verschiedene Metalle importiert werden. Gefragt sind vor allem wertvolle Elemente wie Seltene Erden, Platingruppenelemente, Germanium, Indium und Kobalt. Von den Energierohstoffen werden besonders Erdgas und Biomasse benötigt, um die Schwankungen der Wind- und Solarenergie auszugleichen. Zwar gibt es weltweit ausreichend natürliche Rohstoffvorkommen, sie sind jedoch ungleich verteilt. In China beispielsweise werden 86 Prozent der Seltenen Erden abgebaut. Nutzen Staaten diese Marktmacht aus, etwa indem sie den Export erschweren, können Länder wie Deutschland nicht mehr genügend Metalle beziehen.

Die Stellungnahme zeigt Wege zu einer sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung auf. Einige Ergebnisse:

  • Mit der Erschließung neuer Lagerstätten in Deutschland und Europa sowie in der Tiefsee ließe sich die Rohstoffbasis erweitern. Dadurch kann die Abhängigkeit von einigen wenigen Ländern sinken.
  • In Deutschland müssen Rohstoffunternehmen die geologischen Messdaten an die Bergbaubehörden übermitteln. Würden diese Daten nach einer Karenzzeit veröffentlicht, könnten Wissenschaft und Wirtschaft diese für die Erschließung neuer Lagerstätten nutzen.
  • Mit zwischenstaatlichen Handelsabkommen und -verträgen kann der Staat den privatwirtschaftlichen Rohstoffimport und die Lieferbeziehungen unterstützen. Strategische Rohstoffpartnerschaften können auch dazu beitragen, Umwelt- und Sozialstandards zu etablieren.
  • Selbst in den Bergbau investieren oder Metalle auf Vorrat einlagern sollte der Staat höchstens dann, wenn zum Beispiel Exportverbote drohen und dadurch die künftige Versorgung mit einem Rohstoff gefährdet ist.
  • Würde das Metallrecycling verbessert, könnten auch Hightech-Metalle wie Seltene Erden besser wiedergewonnen werden. Dazu beitragen könnten unter anderem Labels für recyclingfähige Produktdesigns, verbraucherfreundlichere Sammelsysteme, optimierte Recyclingverfahren und konsequentere Ausfuhrkontrollen für Elektroschrott.

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