Betrug und Fälschung in der Wissenschaft. Folge moderner Wissenschaftsorganisation?
- Vorträge & Diskussionen
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Prof. Dr. Andreas Diekmann, Bern
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Die spektakulären Vorkommnisse von Datenfälschung in der biomedizinischen Forschung und jüngst in der physikalischen Grundlagenforschung haben Wissenschaft und Öffentlichkeit aufgeschreckt. Aber nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch die empirischen Sozialwissenschaften sind mit Problemen der Datenfälschung konfrontiert. Natürlich ist Betrug und Täuschung in der Wissenschaft kein neues Phänomen. Schon großen Naturforschern wie Galilei, Newton und Mendel wurden Mogeleien unterstellt. In einer Konkurrenz-orientierten Wissenschaft und einem wachsenden Verteilungskampf um knappe Ressourcen hat das Problem aber neue Dimensionen angenommen. Vor allem stellt sich die Frage, ob die üblichen Regeln der Selbstkontrolle genügen, um Betrug in der Wissenschaft weitgehend zu verhindern. Offenbar sind die Kontrollen keinesfalls ausreichend, wie Andreas Diekmann in seinem Vortrag an Beispielen zeigen wird. Dabei werden auch neue Möglichkeiten zur Aufdeckung von Wissenschaftsbetrug diskutiert und Konsequenzen für eine Verbesserung der Selbstkontrolle gezogen.
Andreas Diekmann studierte in Hamburg Soziologie, Psychologie und Ökonomik. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität in Michigan (gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst) wurde er in Hamburg im Fachbereich Ökonomik promoviert (1979). Es folgte ein Studium der Psychologie in Wien (1980-1984) und die Habilitation im Bereich Sozialwissenschaften an der Universität München (1987). Von 1987-1989 war er Wissenschaftlicher Direktor am Center for Survey Studies and Methodology (ZUMA) in Mannheim, danach Professor für Forschung und Statistik im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Mannheim, nach 1990 war er Professor für Empirische Soziologie und Direktor des gleichnamigen Instituts der Universität Bern, seit kurzem ist er Professor für Soziologie am ETH-Zentrum in Zürich. Diekmann ist Mitglied zahlreicher Beratergremien, Mitglied renommierter Gesellschaften und im Editorial Board namhafter Zeitschriften. Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Andreas Diekmann zum Mitglied (Sektion Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Andreas Diekmann, Direktor ETH Zentrum, Professur für Soziologie, SEW E 21, CH- 8092 Zürich, Tel.:0041-1-632 55 56
Andreas Diekmann studierte in Hamburg Soziologie, Psychologie und Ökonomik. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität in Michigan (gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst) wurde er in Hamburg im Fachbereich Ökonomik promoviert (1979). Es folgte ein Studium der Psychologie in Wien (1980-1984) und die Habilitation im Bereich Sozialwissenschaften an der Universität München (1987). Von 1987-1989 war er Wissenschaftlicher Direktor am Center for Survey Studies and Methodology (ZUMA) in Mannheim, danach Professor für Forschung und Statistik im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Mannheim, nach 1990 war er Professor für Empirische Soziologie und Direktor des gleichnamigen Instituts der Universität Bern, seit kurzem ist er Professor für Soziologie am ETH-Zentrum in Zürich. Diekmann ist Mitglied zahlreicher Beratergremien, Mitglied renommierter Gesellschaften und im Editorial Board namhafter Zeitschriften. Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Andreas Diekmann zum Mitglied (Sektion Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Andreas Diekmann, Direktor ETH Zentrum, Professur für Soziologie, SEW E 21, CH- 8092 Zürich, Tel.:0041-1-632 55 56