Der Mond und die Kollisionsgeschichte der terrestrischen Planeten.
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof. Dr. Dieter Stöffler, Berlin
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Alle festen Körper des Planetensystems besitzen auf ihrer Oberfläche Krater, die durch Kollisionen mit anderen Himmelskörpern entstanden sind. Solche Kollisionen finden seit der Entstehung des Planetensystems, d.h. seit 4,5 Milliarden Jahren, statt. Geologisch ältere Oberflächen weisen mehr Kraterspuren als jüngere Formationen auf. Dieter Stöffler wird in seinem Vortrag darlegen, was z.B. die Apollo-Missionen zum Mond zu dieser Erkenntnis beigetragen haben. Die exakte Altersbestimmung des geborgenen Mondgesteins mittels radiometrischer Methoden kombiniert mit einer genauen Kartierung der Areale, aus denen die Proben stammen, zeigte, dass eine Oberflächeneinheit des Mondes um so mehr Krater aufweist, je älter sie ist. Inzwischen weiß man, dass die an Hand von Mondgestein gewonnenen Erkenntnisse generell Gültigkeit für Planeten haben. Das heißt, dass man durch Bestimmung der Kraterdichte auf das Alter des Gesteins an der Oberfläche von Planeten schließen kann. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, die geologische Entwicklung von Planeten nachzuvollziehen. Für den Planeten Mars ist dies bereits gelungen.
Dieter Stöffler ist Mineraloge, war ab 1974 als Professor für Petrographie und Lagerstättenkunde im Institut für Mineralogie in Münster tätig, ab 1987 ebenfalls in Münster als Universitätsprofessor für Kosmische Mineralogie und Direktor des Instituts für Planetologie. 1993 wurde er Professor für Mineralogie und Petrographie und Direktor des Instituts für Mineralogie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1993 bis 1999 war er gleichzeitig Direktor des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1999 ist er Direktor des Instituts für Mineralogie der Humboldt-Universität zu Berlin. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, so den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1989) und die "Barringer Medal" der Meteoritical Society (1993). Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften, seit 1998 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Geowissenschaften).
Dieter Stöffler ist Mineraloge, war ab 1974 als Professor für Petrographie und Lagerstättenkunde im Institut für Mineralogie in Münster tätig, ab 1987 ebenfalls in Münster als Universitätsprofessor für Kosmische Mineralogie und Direktor des Instituts für Planetologie. 1993 wurde er Professor für Mineralogie und Petrographie und Direktor des Instituts für Mineralogie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1993 bis 1999 war er gleichzeitig Direktor des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1999 ist er Direktor des Instituts für Mineralogie der Humboldt-Universität zu Berlin. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, so den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1989) und die "Barringer Medal" der Meteoritical Society (1993). Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften, seit 1998 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Geowissenschaften).