Die Analyse genetisch komplexer Krankheiten
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Prof. Dr. Peter Propping, Bonn
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Erkrankungen, die auf die Veränderung (Mutation) eines einzigen Gens zurückzuführen sind (monogene Krankheiten), sind in den vergangenen 25 Jahren intensiv erforscht worden, die Aufklärung der genetischen Grundlage dieser monogen erblichen Merkmale und Krankheiten ist eine Erfolgsgeschichte der Humangenetik. Bisher konnten über 1700 monogen erbliche Krankheiten – die meisten von ihnen sind in der Bevölkerung selten – auf Veränderungen in einzelnen Genen zurückgeführt werden. Eine derartige Krankheit ist Folge einer schweren Funktionsstörung, die vom Organismus nicht kompensiert werden kann. Viele Krankheiten, insbesondere die in der Bevölkerung häufig auftretenden wie Diabetes mellitus, Hypertonie, Epilepsie, seelische Krankheiten, sind zwar auch durch genetische Faktoren mitbedingt, können aber nicht allein dadurch erklärt werden. Diese Krankheiten kommen durch die Kombination der Wirkung mehrerer Gene, deren Wechselwirkung, Erbe-Umwelt-Interaktion und durch äußere Einflüsse zustande. Peter Propping wird in seinem Vortrag anhand der Analyse seelischer Krankheiten (manisch-depressive Krankheit, Schizophrenie) darstellen, mit welchen Methoden man die Grundlagen genetisch komplexer Krankheiten bearbeiten kann und was über die Ursachen bisher bekannt ist. Die Aufklärung der Krankheitsursachen kann neue Ansätze für die Behandlung und Prävention vermitteln, auf die man ohne das Ursachenverständnis nicht gekommen wäre.
Peter Propping hat an der Freien Universität Berlin Humanmedizin studiert und promoviert, sich an der Universität Heidelberg für das Fach Humangenetik habilitiert, war als Heisenberg-Stipendiat für psychiatrische Genetik am Institut für Humangenetik in Heidelberg und gleichzeitig am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim tätig, bevor er eine C4-Professur für Humangenetik an der Universität Bonn übernahm (1984). Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen seither auf der Analyse genetisch komplexer Krankheiten wie der Genetik erblicher Krebserkrankungen, der Genetik idiopathischer Epilepsien bzw. genetischer Veränderungen als Ursache geistiger Behinderungen. Propping ist Mitglied im Beirat internationaler Zeitschriften und betätigt sich in der akademischen und berufsständischen Selbstverwaltung. Er ist u.a. Sprecher des Graduiertenkollegs "Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems" (seit 1996), Koordinator des nationalen Verbundprojektes "Familiärer Darmkrebs" der Deutschen Krebshilfe (seit 1999), Mitglied im Nationalen Ethikrat (seit 2001) und Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn (seit 2001). Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Propping zum Mitglied (Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin).
Peter Propping hat an der Freien Universität Berlin Humanmedizin studiert und promoviert, sich an der Universität Heidelberg für das Fach Humangenetik habilitiert, war als Heisenberg-Stipendiat für psychiatrische Genetik am Institut für Humangenetik in Heidelberg und gleichzeitig am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim tätig, bevor er eine C4-Professur für Humangenetik an der Universität Bonn übernahm (1984). Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen seither auf der Analyse genetisch komplexer Krankheiten wie der Genetik erblicher Krebserkrankungen, der Genetik idiopathischer Epilepsien bzw. genetischer Veränderungen als Ursache geistiger Behinderungen. Propping ist Mitglied im Beirat internationaler Zeitschriften und betätigt sich in der akademischen und berufsständischen Selbstverwaltung. Er ist u.a. Sprecher des Graduiertenkollegs "Pathogenese von Krankheiten des Nervensystems" (seit 1996), Koordinator des nationalen Verbundprojektes "Familiärer Darmkrebs" der Deutschen Krebshilfe (seit 1999), Mitglied im Nationalen Ethikrat (seit 2001) und Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn (seit 2001). Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Propping zum Mitglied (Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin).