Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft

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Leopoldina-Symposium
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  • Ort Berlin

In öffentlichen Debatten wird der Einfluss digitaler Technologie auf individuelles Verhalten und gesellschaftliche Prozesse kontrovers diskutiert. Leopoldina, acatech und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften nehmen dies zum Anlass, sich in einem zweitägigen Symposium aus wissenschaftlicher Perspektive mit den Möglichkeiten, Chancen und Risiken der rasanten technologischen Entwicklung für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Änderungen sowohl im Informations- und Entscheidungsverhalten des Einzelnen als auch im menschlichen Miteinander: Immer mehr  Gegenstände und Prozesse des täglichen Lebens werden digital miteinander vernetzt. Durch ihre Allgegenwart prägt die digitale Technologie unter anderem die Art und Weise, wie Menschen ihre Meinungen bilden, wie sie entscheiden, wie sie miteinander in Verbindung treten, wie sie Informationen austauschen. Digitale Technologie macht Information überall und sofort abrufbar. Dabei ist die Vertrauenswürdigkeit der verfügbaren Informationen in zunehmendem Maße schwer zu beurteilen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Nutzung digitaler Angebote zu Änderungen der menschlichen Lern- und Wahrnehmungsprozesse führt – z.B. dadurch, dass digitale Assistenten dem Nutzer in immer größerem Maße kognitive Aufgaben abnehmen. Die Schnelligkeit, mit der sich Informationen verbreiten, sowie die Macht digitaler Analysen können die individuelle Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unterstützen. Anderseits bilden aber diese beiden Faktoren auch die Grundlage für neue Instrumente zur Beeinflussung von Meinungen und Entscheidungen. Dies betrifft nicht nur das Verhalten von Individuen, sondern auch Gruppendynamiken und sogar gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.

Das Symposium widmete sich nach einer einleitenden Betrachtung historischer Auswirkungen neuer Technologien auf gesellschaftliche Strukturen einer Analyse der aktuellen Situation. Im Fokus standen dabei die psycho-sozialen Auswirkungen der technischen Entwicklungen auf Individuen, Personengruppen und die gesamte Gesellschaft. Den Abschluss bildete eine Diskussion über ethische Dimensionen der Digitalisierung.

Im Rahmen des Programms sprachen die Referenten zu folgenden Themen:

  • Technische Revolutionen – gesellschaftliche Umbrüche
  • Algorithmen: Unsichtbare Alleskönner?
  • Virtuelles Ich oder reales Ich: Wer trifft Entscheidungen?
  • Wie prägt Digitalisierung Lernen und Kognition?
  • Schafft Digitalisierung eine eigene Dynamik in der Meinungsbildung?
  • Die Zukunft sozialer Kontakte
  • Digitalisierung und Demokratie
  • Braucht eine digitalisierte Welt eine eigene Ethik?

Das Symposium richtete sich insbesondere an Entscheider und Meinungsführer in Gesellschaft, Industrie, Politik, Journalisten, interessierte Bürger und Wissenschaftler. Das Symposium wurde von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung unterstützt.

Wissenschaftlicher Koordinator: Prof. Dr. Thomas Lengauer, Informatiker und Mitglied des Präsidiums der Leopoldina

Grafik: Sisters of Design

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Dokumentation

Das Symposium ist als Video-Mitschnitt dokumentiert.

Dokumentation

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